Neuntes Caprtek.
Krieg deS Kcrbuga von Mosul.
Vergegenwärtige» wir uns hier in Kurzem die allgemeinenVerhältnisse des Orients, und die Einwirkungen, welche derVerlauf des KrcnzzngS daselbst hervorgernfen hatte.
Die Christen, obgleich eben erst in das Land cingedrnngcn,hatten doch jetzt schon eine bedeutende Macht gewonnen. DasEmirat von Iconium war von ihnen in seiner ganzen Ausdeh-nung durchzogen und kampfunfähig gemacht worden >). Hierund weiterhin war die christliche Bevölkerung in Bewegung,und noch vor Ende des Jahres 1097 halten die Türken Eili-cien, einen Theil von Kappadocicn und das Euphratcse räu-men müssen. Rasch nacheinander war dann 1098 durch Bal-duin Edessa und Mesopotamien, durch das große Heer trotzder einzelnen türkischen Feldzüge Antiochien eingenommen worden,nnd für weitere Fortschritte hatte man sehr bestimmte, wen»auch noch nicht fcstbegründcte Maaßregcln vorbereitet. Ans dereinen Seite war nämlich Alexius mit einem starken griechischenHeere ans dem Marsche durch Kleinasten begriffen und hattean mehreren Stellen schon den Kampf mit den Türken begon-nen: auf der andern stand man mit den Fatimidcn in Verhand-lungen, welche gerade damals von dem Abschlüsse wenig entfernt
l) Daß Kilidsch Arslan nicht, wie Albert angibt, im Heere KcrbngaS war,beweist Keiiialeddins Stillschweigend hinreichend.