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Geschichte des ersten Kreuzzugs
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rrschienen. Ich erwähnte, wie man von Nicaa ans die Ver-landung mit Kahira eröffnet«?, und vor Antiochien im Februar1097 die ersten Mitteilungen Al Afdals empfing: auf dieseIn» schlug man dem Wesire einen gemeinsamen Krieg gegen dieSeldschnken vor, nach dessen Beendigung Jerusalem mit seinenPcrtinenzen den Lateinern, alles Andere, gleichviel von wem ero-bert, den Acgyptcrn zufallen sollte. Man hoffte mit Sicher-heit, hiednrch znm Zwecke zu gelangen, und versprach sich dannvon dem Bündnisse bedeutenden Erfolg: auch war, so wenigein unbctheiligtcr Betrachter in jene Hoffnungen einstimmcn wird,den Seldschnken und Griechen die Unterhandlung keineswegsgleichgültig. Christliche Berichte melden 2 ), jene hatten denFatimidcn nebst andern Zugeständnissen die Anerkennung Alisversprochen, Kaiser Alexius aber den Khalifen sogar zu einemBündniß gegen die Pilger zu bereden gesucht., Wie mir scheint,kann der Inhalt dieser Vorschläge schwerlich auf Glaubwür-digkeit Anspruch machen: man erkennt sehr leicht die Möglich-keit solcher Befürchtungen von Seiten der Pilger, nicht aberden Zusammenhang der Propositioncn, weder von griechischernoch von türkischer Seite, mit den wirklichen Ereignissen undZuständen. Die Anerkennung Alis, d, h. der ägyptischen Ober-hoheit, wäre höchstens den syrischen Fürsten znzntrauen, undhinsichtlich Kaiser Alexius werden wir spater Nachweisen, wiein diesem Zeitpunkt bei ihm feindliche Absichten gegen die Kreuz-fahrer alle nur denkbare Gründe gegen sich haben. Freilichstützt sich Raimund Agiles auf die authentischen Briefschaften,die sich nach seiner Aussage in der Beute von Ascalon vorgc-fundcn hätten, und jedenfalls wird man an der glänzendenStellung nicht zweifeln können, welche die Fatimiden in diesemAugenblick entnahmen, damals als Lateiner, Griechen und Seld-schuken sich wechselseitig ängstigten, und alle die einzig nochnnbethciligtc Macht mit dringenden Anforderungen umwarben.

Wir haben geschn, wie Sultan Berkjarok während deSJahres 1097 die Lateiner ihre Unternehmungen ungestört fort-

2) It-cim. , 1 . 164.