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Geschichte des ersten Kreuzzugs
Entstehung
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aber beleidigendem Mißtrauen durchgcsetzt. Auf der anderndie Ansprüche einer heißen und kräftigen Masse, die von jenemBesitze nichts weiß, die Verträge mit Widerwillen Angegangenist und nur daran denkt, daß sie ihr Blut und ihren Glaubenan die Eroberung des Gewinnes gesetzt hat R). Dabei nungegenseitige Geringschätzung und eigner Stolz, der hier ans denRuhm der Vorfahren, dort mehr noch aus künftige, ja anshimmlische Erfolge, als auf die Gegenwart und das eigne Da-sein darin sich stützt. Ehe man für immer auseinandcrging, kamder Gegensatz noch in einem kleineren aber nicht minder heftigenConflicte zur Sprache.

Alcrius nämlich berief nach der Einnahme der Stadt dieFürsten des Heeres noch einmal zu sich nach Pclckannm, woer den weitern Zug mit ihnen schließlich bcrathen und denSchwur der noch nicht Vereidigten, besonders Tancrcds, ent-gegen nehmen wollte. Sic kamen sämmtlich bis auf die Gra-sen Raimund von Toulouse und Stephan von Vlois, welcheso lange die Beaufsichtigung sämmtlichcr Truppen übernah-men 3), Alle erneuten den Lehnöcid, mehrere Maaßrcgelnwurden ohne Schwierigkeit beschlossen, nur Tancrcd blieb stetsnoch hartnäckig ans seinem Sinne. Freien Geistes war er,sagt Anna 31); und in der That, war er einig mit sich überden Beschluß einer Sache, so imponirte ihm keine Drohung, keineFurcht und kein Ansehn. Er hatte nur ein Argument: er seidem einzigen Boemnnd Treue schuldig, dem wolle er sic haltenbis zum Tode dabei blieb er, mochten die griechischen Großennoch so eifrig und belehrend auf ihn eindringen. Allmälig be-gann seine Hitze sich zu regen, er dnrchschnitt die Verhandlun-gen mit dem an den Kaiser gerichteten Worte: willst du mirdas Zelt, worin du sitzest, mit Geld und Kostbarkeiten füllen,willst du hinznfügen, was du allen andern Fürsten zusammengeschenkt, dann leiste ich dir den Eid: das ist meine Bedin-

29) Die Beute an bewegliche» Sachen war ihnen zngesichcrt, s. oben.

30) Brief Stephans I. e> 3l) ?. 3t6>