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derc Emire in benachbarten Küstenplatzen nnd Inseln bis Rho-dos hinunter, den Griechen besonders lästig, weil sie ihre Trup-penwerbungen in Asten hinderten. Weiter landeinwärts findensteh ähnliche Emirate in Sardes, Philadelphia, Laodicäa undPolybotns 27) ; daß hier nur an die lydischen, nicht an diephrygischen Städte gleichen Namens zu denken ist, wird ausdem griechischen Feldzüge von 1098 naher erhellen.
Nehmen wir nun dazu, daß im Westen und Norden grie-chische, im Osten und Süden armenische Besitzungen den Zusam-menhang der türkischen Emirate unterbrachen, so erkennen wirdie Auflösung des Landes in ihrem ganzen Umfange: in diesemGetriebe unruhiger Autonomien konnte von Einheit nnd Natio-nalgefühl, von geistiger oder politischer Haltung keine Redesein. Ein Umstand ist noch hcrvorznhebcn, der die Schwächeder Regierung, vor Allem bei einem Angriff, wie man ihn durchdie Kreuzfahrer erlitt, vollenden mußte, ich meine das Verhält-nis; der eingeborenen Eheststen. Das System fast aller mu-hamcdanischcn Eroberer, die Besiegten gegen gewisse Steuernund Herausgabe der Waffen in ihren inncrn Verhältnissenzu belassen, mußte hier bei der eilfertigen Eroberung und dersofort eintrctcndcn Verwirrung vielfach modificirt werden: imEinzelnen mochte der tumnltuarischc Zustand manche Bcdrük-knngcn hcrbeiführcn, dafür erhob sich an den meisten Punk-ten die Lage der Eingeborenen fast zu völliger Selbstständigkeit.Ans dein platten Lande findet sich keine Spur von muselmänni-scher Bevölkerung, und selbst von den Städten haben nur diewichtigsten türkische Besatzung.
Mit einem Worte eine Form, welche den Namen einesReiches, eines nur halbgcordnctcn Staates verdient hätte, warhier in keiner Hinsicht vorhanden. Das Land war in eineweite Masse gahrendcr Elemente zerfallen, wo ein entschlossenerAngreifer vielleicht auf heftigen Kampf, nie aber auf festenWiderstand zn rechnen hatte. Die östlichen Nachbarländer,
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