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Geschichte des ersten Kreuzzugs
Entstehung
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Ausdehnung; mehrere Emire hielten ihre Selbstständigkeit auf-recht, die Griechen behaupteten ihre Besitzungen und schrittenan mehreren Punkten zu ferneren Eroberungen fort. Im Jahre1090 erscheint Klein-Asien unter folgende Herrn verthcilt, wobeiim Allgemeinen zn bemerken ist, daß feste Gränzen für uns nichterkennbar, aber sicher auch nicht vorhanden gewesen sind. EinJeder befahl, so weit seine Waffen Gehorsam fanden, unauf-hörliche Schwankungen gingen von einer Grenze des willkürlichzerrissenen Landes zur andern.

Kilidsch Arslan beherrschte ohne Zweifel den Stamm derganzen Halbinsel, in welcher Ausdehnung indeß nach Osten,möchte schwer zu bestimmen sein. Die Kreuzfahrer haben dieletzten Kämpfe mit seinen Schaaren bei Erkle an der GrenzeCilicicns bestanden; was Kappadocien angeht, so habe ich schonfrüher auf die Dunkelheit der betreffenden Nachricht aufmerksamgemacht. Jedenfalls erstreckte sich, wenn nicht sein Regiment,doch sein Einfluß bis zum Euphrat: als die Pilger an seinenGrenzen anlangten, war er fern von Nicaa mit der Belagerungvon Melitcnc beschäftigt 25).

1090 begründete Zakhas in Smyrna eine vorzugsweisemaritime Herrschaft. Er erschien als ein Seeräuber gefährlich-ster Art, besiegte die griechischen Flotten und Heere, und setztesich in Mytilcne, Clazomenä und andern Punkten fest. Aleriusbekämpfte ihn von 1091 bis 1093; Zakhas gewann indeß einesolche Macht, daß Kilidsch Arslan einwilligte, sein Schwieger-sohn zu werden, dann aber plötzlich die Politik wechselte undden Anträgen des Kaisers Gehör gab, mit der Kraft beiderReiche sich des gefährlichen Verwandten zu entledigen 20 ). Za-khas wurde hinterlistig bei einem Gastmahl ermordet, doch zer-fiel seine Herrschaft nicht und wenigstens Smyrna hielt sich indauernder Absonderung.

Um dieselbe Zeit herrschte in Ephesus Tangripermcs, au-

25) Illutlliias !5eetr, in notices et exteails IX. 305.

26) Vgl. die Beilage.