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Glinahlin, weiß sehr wenig Factisches von dem Ruhme desHelden bciznbringcnüi). Doch ist cs möglich diese Züge sännnt-lich zu einem Bilde zu vereinigen: man begegnet nicht seltenähnlichen Naturen, die ohne die Fülle schaffenden Lebens insich, durch glanzendes Erscheinen, durch eine breite und sichereArt sich darznstellen, auch auf Begabtere Eindruck zu machenwissen.
Wahrend so in dem Norden Frankreichs drei große Massenzusammentratcn und eine Menge einzelner Anführer außerdemfür sich ihre Straße zogen, hatte in der Provence Graf Rai-mund von St. Gilles ein Panier erhoben, dem alle Nachbarnund Vornehme des Landes in bereiter Unterordnung zuströmtcn 62 ).Raimund selbst war damals fünf und fünfzig Jahre alt 63),einäugig, trotz dem vor knrzcrZeit zum dritten Male vermählt6»),jedenfalls voll von Leben und Eifer. Seine ganze Sinncsrich-tung ging nach der religiösen oder vielmehr kirchlichen Seite:der Euric zu Rom war er von jeher ergeben gewesen, obgleicher mit Gregor VII. in unangenehmen Händeln gestanden. Schonvor 1075 hatte er sich nämlich mit der Erbtochter seines OheimsBertrand von Provence vermahlt, welche Ehe, durch Gregorim Jahr 1078 aufgelöst, ihm dennoch die nnbcstrittene Herr-schaft der Provence verschaffte. Ein Sohn aus dieser Verbin-dung war Bertrand, den er bei seinem Aufbruch als den Re-genten seiner Länder zurückließ. Seine jetzige Gemahlin, El-vire, so wie einen Sohn im zartesten Alter nahm er mit sich
61) ?. 486.
62) Daß über Raimund die I,isi. geiisr. Ns I^anguocloe t. II. stets zuRathc gezogen wurde, versteht sich von selbst. Freilich nicht über dieCharakteristik des Grafen, welche dort mit großer Vorliebe in dasLichte gemalt ist.
63) Hist. p. 283. Die Rechnung ist nicht gewiß, aber höchst wahr-scheinlich.
64) Ibicl. p- 624 ff. Daß er einäugig gewesen, meldet Guibert, bei Ge-legenheit seiner Wahl zum König von Jerusalem.