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Geschichte des ersten Kreuzzugs
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und dem Gl'asm Albert von Namur znznwcndcn. Gottfriedverfuhr hier, wir gegen Obcrt von Lüttich; weder bei Theo-dorich noch bei dessen Nachfolger Richer nahm er Rücksichtauf dessen kaiserliche Gesinnung; er verheerte die Diverse, befe-stigte sich auf seinem Gebiet und ließ ihm auf keiner Seite Ruhe 3v).Es ist ebenso gewiß, daß er bei alle diesem auch des Papstesnicht gedachte; indcß wird niemand behaupten, daß er die Sachedes Kaisers befördert habe, in dem er die Kräfte seiner eifrigstenFreunde in steter Spannung erhielt.

In solchem Getriebe, in einem steten Auf und Nieder lo-caler Handel geht es nun fort, bis die große Aussicht auf dasMorgenland ihm auf einmal einen neuen Wirkungskreis eröff-net. Wir können nicht zweifeln, daß eine starke Religiösitäti» ihm war, wie er denn schon früher den Wunsch geäußerthaben soll, einmal in Waffen nach Palästina zu ziehn. Indes;hatte er keineswegs die Absicht, sein ganzes Leben diesen Krei-sen zu widmen; denn sein Stammschloß verpfändete er an denBischof von Lüttich, mit dem Einlösungsrccht für sich und dreiNachfolgern). Auch mit Verdun vertrug er sich jetzt, schenktejene Burg Falkenstein, die er so eben gegen die Stadt angelegthatte, der Liebfrancnkirche daselbst, und veräußerte Behufs sei-ner Rüstungen Mosay und Stenay an den Bischöfen).

Bis dahin hatte er den Ruf eines tapfcrn, geraden undkirchlich frommen Mannes erlangt; ein Weiteres, besondereIntelligenz oder geistlicher Enthusiasmus war nicht hcrvorgctre-ten. Wie er sich im Verlauf des Krcnzzngs gestaltet, werdenwir dort leicht wahrnehmen können: er zeigt überall den per-sönlichsten Ausdruck, den nur die Sage in einen allgemeinenSchimmer himmlischen und irdischen Glanzes verkleidet hat.

Wir wissen nicht, wie stark das Heer war, welches erans Lothringen hinwcgführtc; Anna gibt 70000 Mann, doch

39) Lercnz von Lüttich und Theodor von Verdun sind einstimmig darüber.49) äegid. I. c.

41) I.uurcnt. I. c. und vielfach sonst. . ,,,