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des; die Zahl der Pilger wuchs mit der Kraft jener Gesin-nung, jetzt im 11. Jahrhundert, wo die lctztrc alle andern Be-strebungen überflügelt hatte, stieg auch die Vorliebe für dieheiligen Wanderungen zu nie erlebter Höhe. Einzeln undschaarcnweis zog die Menge des Volks hinüber, Geistliche undLaien, Vornehme und Geringe, Männer und Weiber. Sie be-teten am heiligen Grabe, badeten im Jordan, und brachenPalmzwcige bei Jericho, im Garten des Abraham, wie sie sag-ten i7). Keiner zweifelte, von nun an mit Gott in der unmit-telbarste» Verbindung zn stehen. Herzog Robert von der Nor-mandie, der im Jahr 1035 die heiligen Statten besuchte, er-freute sich der Stockschlage, die ihm unterwegs einmal zu Thcilwurden: er hielt dafür, das seien beneidcnswerthc Büßungen.Graf Robert I. von Flandern, von dessen Klostergründungcnwir sprachen, erlebte höchst wunderbare Dinge in Jerusalemwenig Jahre vor dem Kreuzzuge; die Thorc der Stadt schlos-sen sich ihm, bis er für seine Sünden Gcnugthunng gelobte i8).Auch Bischof Adhemar von Puy hatte Palästina gesehnay);Wilhelm IV. von Toulouse starb daselbst wenig Jahre vor demallgemeinen Ausbruch seiner Landesgenossen so). Vielfach hatman eine Menge hierhin gehöriger Nachrichten zusammenge-stellt; ich könnte die Zahl sehr leicht durch eine Reihe neuerAngaben vermehren, doch würde ich ganz bedeutungslose No-tizen anfzuzahlcn fürchten. In unserem Zusammenhang wenig-stens hat die Geschichte der einzelnen Wallfabrtcn nicht mehrInteresse, als genauere Angabe verschiedener Bnßübnngen; uns
47) I''„IeI>er 400.
48) Wann er hingezogcn und wiedergekonnnen, ist nicht genau festznstcllcn.
Nach einer 6eue.il. cum. b'Istr. (Mg. l. 13. 418) ist er zwei
Jahre entfernt gewesen, nach 3nstr. hlareinu (116,1. p. 419) und.!»>>. st-er. 1085 ansgczvgen, nach 6uN>. s>. 549 zwölf Jahr vordem ersten Krenzzug, was jedenfalls zn früh ist. Nach einer Urkundehei IVIezer eummeul, b'Inustr. war er noch 1089 abwesend.
49, Im Jahr 1086. HIaNill. nun. Neuest, ast a. c. ?>. 7.
50) 6a»sr. Vos. g. 304.