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l. Marz 1074 die gcsammte Christenheit, nach Constantinopelden überseeischen Christen zu Hülfe zu zieh» u>). Es war dieZeit, in der die Seldschnkcn ganz Klcinastcn von dem griechi-schen Reiche losrisscn, im Occident aber König Heinrich so ebenden nachthciligsten Frieden mit den Sachsen abschloß. DasJahr verging, die Seldschnkcn breiteten ihre Eroberungen aus,das griechische Reich zerfiel in innern Streitigkeiten, in Deutsch-land gewann aber der König wieder ein entschiedenes Uebcrgc-wicht. Um den Papst hatten sich bedeutende Schaarcn gesam-melt, allein so dringend ihn der Zustand des Orients hinüber-ricf, so wollte er jetzt doch sich von Deutschland und Italiennicht entfernen. Wohl aber wandte er sich an König Heinrichselbst 17): in friedlichen Worten ermahnt er ihn zur Liebe undEhrfurcht gegen die Kirche und gibt ihm Nachricht, 50 Tausendeseien versammelt, bereit unter seiner — des Papstes — Anfüh-rung gegen die Türken zu zichn und bis zum heiligen Grabehinzuwandern. Auch das, fährt er fort, treibt mich am Mei-sten zu diesem Unternehmen, daß die griechische Kirche abgefal-len ist, daß auch die Armenier sammtlich den rechten Glaubenverloren haben >s), daß alle Orientalen von dem heil. Petrusdie Entscheidung über ihren Glauben erwarten. Hiebei verweilter noch in ansführlicbcr Erörterung, er schließt mit der Bitteum Unterstützung von Seiten des Königs. So schreibt er we-nig Tage darauf an alle Gläubigen, sic möchten sich in Romversammeln zur Hülfe der überseeischen Brüder im griechischenReiche w).
Nach alle diesem ist nun, wie mir scheint, an einen Krcuz-zug im später» Sinne bei Gregors Aufforderungen nicht zudenken. Das heilige Grab wird nur einmal und ganz beiläufigerwähnt, die Wicdererobcrung Kleinasiens, die Befreiung und
16) I. 49.
17) II. 31. 7 Ist. Her. 1074. lieber Heinrichs damalige Stellung Sten-zel I. c. p. 323.
18) Bekanntlich hat Gregor auch mit de», armenischen Patriarchen GregorVikaiasar in Briefwechsel gestanden.
19) I. 37. 17 II.nl. lanuar.