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Geschichte des ersten Kreuzzugs
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Oberhoheit über die Könige stehn bleibt. Ohne Zandern niininter auch die Unterthanen unmittelbar in Pflicht, er will dieFormen dieser Welt zertrümmern, um ihre Theile in seinerüberirdischen Herrschaft znsammenznfassen. In einem Briefean Swen Estridson von Dänemark schreibt er: unsre Vorgängersandten ihre Legaten, allen Völkern den Weg des Herrn zulehren, alle Könige und Fürsten, wenn sie Tadelhaftes unter-nahmen, zu bessern und zu ewiger Seligkeit mit gesetzlicherDisciplin Alle zn berufen. Denn das Gesetz der Papste umfaßtweitere Länder, als das der Kaiser. Des Papstes Fuß, heißtes an einer andern Stelle 13 ), sollen alle Fürsten küssen, nurer soll kaiserliche Insignien tragen, durch das Verdienst desheil. Petrus ist er ein Heiliger des Herrn. Es ist wohl dieausschweifendste Idee, welche unter diesen Himmelsstrichen je-mals ein menschlicher Geist gefaßt hat; und in ihm wacht sicnicht bloß in der Begeisterung erregter Augenblicke ans, sondernsie durchdringt sein ganzes Dasein und erfüllt die kleinsten Aen-ßernngen seiner Thatigkeit. Eine dieser Aeußerungcn wird unsnun besonders wichtig, eine Maaßregcl, die nicht bloß dieGründung, sondern auch die Erweiterung seiner Monarchie be-trifft: ich meine den Aufruf an die abendländischen Völker zurEroberung des Orients. Man hat häufig zn Ruhm oder Ta-del darin den ersten Anstoß zn den Kreuzzügen gcsehn; in wie-fern dies begründet ist, werden wir in dieser Stelle zu erörternhaben 14 ).

Vier seiner Schreiben liegen uns vor, in denen er dieseAngelegenheit behandelt, sämmtlich ans dem Jahre 1074, vomFebruar bis znm Dcccmber. Das erste ist jener Aufruf anWilhelm von Burgund: vielleicht, setzt Gregor hinzu, gehenwir nach Cvnstantinopcl hinüber is). Ebenso ermahnt er am

13) 11,'clLliis ,ra>iae nach IN 55. Achulichcs findet sich VIII. 21: dieFrage über die SIcchkhcit dieses Diktats kam, deshalb hier auf sich be-ruhen.

14) Os. klicliaucl bibl. lies Lroiz II. 400.

15) I. 40. 4 blun. 1'ebr. 1074.

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