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Geschichte des ersten Kreuzzugs
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Quellen sind ungleich mehr verarbeitet, als bei Degnigncs, weintauch die Kritik derselben keineswegs bis zur letzten Instanzhindnrchdringt und sich meist bei den Urtheilcn der Inslnirslitlvrairo eis In kranos beruhigt. Bei aller Ausführung im Ein-zelnen behauptet Wilhelm vonTyrnö immer die gewohnte Stelle,die Charakteristik der handelnden Personen, ihre Thatigkeit undihr Einfluß, die Anordnung der Begebenheiten, alles das bleibtder Sache nach unverändert, so freigebig die philosophischenReflerionen auch nach allen Seiten hingcspendct werden. TieWerke, welche Maier zum größten Thcil ans Degnigncs undHeller aus Mailly weiter bauend bald darauf deutschen Lesernvorlegten, sind zu werthlos, um näheres Eingehn zu erfor-dern §s).

Freilich blieb gegen ein so heftiges Verdammen Urban,Urban und Peter, ruft Heller ans, die Leichname von zweiMillionen Menschen drücken Euch in Eurer Gruft und werdenEuch schröcklich zum Weltgerichte wecken mit freilich bliebeine ebenso energische Rcaction nicht ans. Jndeß hat sich dieGesinnung dieses Angriffs keineswegs ganz verloren und bisans den heutigen Tag ist sie in mehreren Sprachen, nachdrück-licher oder schwächer vorgebracht worden. Noch ganz ans die-ser Seite steht Hakens Geschichte der Kreuzzüge 17), wo dieBarbarei des Mittelalters, die heillose Schwärmerei, derklagcns-werthc Thatendrang bei keinem Anlaß dcrRügc entbehren. DieForschung ist fleißiger, als bei irgend einem früher» Schriftstellerdieser Richtung, sie verarbeitet in die von Wilhelm von Tprusgegebene Grnndansicht eine ziemlich vollständige Reihe sonstigerund zwar quellenmäßiger Nachrichten. Die Darstellung wirdheut zu Tage nicht leicht jemand gegen den Vorwurf unruhiger

45) Maier Versuch einer Geschichte der Krenzzüge in ihren Folgen. Berlin1780. (Heller) Geschichte der Krenzzüge nach dem heiligen Lande.Z Bande. Frankenthal 1784.

46) t>. 16.

47) Gemälde der Kreuzzuge. 4 Theile. Frankfurt a. d. O. 1868.