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Geschichte des ersten Kreuzzugs
Entstehung
Seite
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unsre Untersuchung des Abschlusses und der praktischen Anwend-barkeit völlig ermangeln.

Wir vcrmnthcten, Wilhelm habe arabische Nachrichtendeshalb seinem Werke nicht cinvcrlcibt, weil sse neben die christ-lichen gestellt auf zu verschiedener Grundlage ruhend erscheinenmußten. Hier ist nun hinznznsctzcn, daß ihm die Verschieden-heit der christlichen Quellen selbst nicht zur Anschauung gekom-men ist, daß er wohl einzelne Fehler verbessert, aber nie zuder Würdigung eines ganzen Berichtes sich erhebt. Wohl schei-nen Spuren solchen Bestrebens vorzuliege»; aber sehr bald er-kennt man sie als das Erzcngniß einer ganz äußerlichen Be-trachtungsweise. Das zweite Buch enthalt den Zug der ein-zelnen Schaarcn durch das griechische Reich; da liefert er zu-erst aus Albert die Darstellung des lothringischen Marsches,geht dann bei Boemund auf die Uostn lAnnoornm oder Bal-drich, bei den Tolosanern auf Raimund Agiles, und endlichbei den Nordfranzosen aufFulcher von Chartres über. Ersuchtalso stets die nächste und sicherste Quelle, für jeden Fürstendie Nachricht eines Landsmannes oder persönlichen Begleiters.Daß er neben diesem Allen aus sonstigen Erkundigungen man-ches Unrichtige und Unverbürgte bcibringt 55), kann unser Ur-thcil nicht bestimmen wie wäre dergleichen bei der Natursolcher Ucbcrlicfcrungen zu vermeiden gewesen. Entscheidendaber wird der Umstand, daß der unhistorische Charakter Albcrtsihm gänzlich entgangen ist, daß er mit Beseitigung der sagen-haften Form den Inhalt seiner Nachrichten der Geschichte zuretten sucht.

Erinnern wir uns an seine persönliche Natur im Ganzen,wie Wunder und Abenteuer, weltliche und religiöse Poesie die-sem ordnungsliebenden Geiste fern standen, so muß uns sein gutes

üö) Solches findet sich ^.705. 708. 710, wie Boemund feindliche Spionebraten läßt, Lage Sijan Verdacht gegen Firnz hat, Tanered und Ro-bert oon Flandern Slntiochicn stürmen, wie Raimund von Tonlonse »erder Einnahme der Stadt gegen Boemnnds Herrschaft daselbst protestier