bei Nach«> bis er das Heer ohne wesentlichen Schaden hindurchErfuhrt hatte. Hier erkennt jeder mit den ersten Worten denAugenzeugen, der vor allen Dingen melden will, was für Ein-drücke er besonders erhalten; so ungefüge seine Rcdcformensind, so versetzt er doch auf der Stelle in seine Lage und seineStimmung; man tappt sich mit ihm durch den Nebel und überdie unbekannten Gebirgsstcige hinweg, und freut sich vor Allemdes Führers, dessen Geschick und Starke das Heer in Sicher-heit erhalt.
Haben wir hier nun das Ercigniß selbst, so treffen wir beiWilhelm eine Geschichte desselben. Zuerst meldet er vom Aus-bruche dcö Grafe» und gibt eine Uebcrsicht über seine Streit-krastc; dann, ans Slavonicn übergehend, versammelt er dietopographischen Notizen, die bei Naimnnd bei den einzelnenBegebenheiten einfließen, in den geschlossenen Rahmen einerruhenden Beschreibung: endlich wird das Heer in den Schau-platz cingcführt, gemeldet, daß sic vielfach beunruhigt, aberdurch den Grafen kräftig beschützt worden sind. Sv schließt er,ohne irgend eine Thatsache oder eine Bezeichnung ausgelassen,aber auch, ohne den Eindruck seines Originals in einer Splbeerreicht zu haben. Freilich ist er mit seinem Gegenstände imAllgemeinen in so lebendiger Berührung, wie ein warmes Va-terlandsgcfühl sic nur Hervorrufen kann, aber bci den einzelnenThatsachen dieser frühem Ereignisse tritt deutlich ein größeresInteresse an der Geschichtschreibung als an der Geschichte hervor.
Auch dauert dies Vcrhaltniß bis tief in die Mitte des Bu-ches fort. Man vergleiche die Niederlage Raimunds von Antio-chien im Jahr 1119, wie sie der Kanzler Gauthier, und wiesic nach diesem Wilhelm darstcllt; man wird dasselbe Strebennach historischer Kunst und den gleichen Mangel unbefangenenErgriffenseins wicderfinden. Es ist keine Frage, daß er vielesUngehörige hcransschncidet mit feinem Gefühl für Ebenmaaßund Klarheit, daß die Anordnung und der Zusammenhang desGanzen deutlicher und leichter als bei Gauthier erkannt wird.Aber alle diese Borzüge können ihm nicht den Eharakter derQuelle verleihen, seine Gemälde ist richtig gezeichnet, aber ne-