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Geschichte des ersten Kreuzzugs
Entstehung
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II?)

Gemahlin Agnes wegen zn naher Verwandtschaft trennt, istWilhelm im Abendlande und kann spater an keinem Orte Auf-schlnß über den Grad der Verwandtschaft erhalten: nach langemForschen geht er endlich die Acbtissin Stephanie von St. MariaMajor, sic selbst eine Verwandte der Königin, um Bclehrnnganm). Anderweitige Angaben liefert ihm Hugo von Eäsarca,einer der ersten Barone des Königreichs über seine Gesandt-schaft an den ägyptischen Khalifcn, über die von ihm geführtenUnterhandlungen mit Schirknh, dem Oheim Saladins, höchstwahrscheinlich auch über bestimmte Verhältnisse zn Saladinselbst, zn dessen Gnnstcn Hugo die jernsalemitische Politik fort-dauernd zu lenken suchten). Dann als Amalrichs letzte Unter-nehmung gegen Aegypten fchlgcschlagcn war, vermochte Wilhelmsein Erstaunen nicht znrückzuhaltcn; sobald er von Rom wiederim Reiche anlangte, erforschte er bei allen Baronen, dann beidem Könige selbst die Ursachen dieses Mißlingens 12).

Diese Beispiele zeigen, wie sehr ihm alle damals denkbarenQuellen zu Gebote standen und wie wenig er ihre Benntznngversäumte. Eine viel bedeutendere Zahl verschiedener Gewährs-männer tritt aber hervor, wenn man seine Darstellung zweifel-hafter oder auffallender Begebenheiten aufsncht, wo er zwarseine Lehrer nicht persönlich bezeichnet, aber die Umsicht undGenauigkeit seiner Erkundigungen deutlich erkennen läßt. Sehroft versichert er, von mehreren Seiten her, von Männern, de-ren Glaubwürdigkeit makellos sei, habe er diesen oder jenenUmstand erfahren; anwesende Barone haben cs versichert, hoch-bejahrte Thcilnchmer der Sache ihm Aufschluß gegeben. Lie-gen ihm abweichende Berichte vor, so versäumt er nie, beideAnsichten mit gleicher Treue wicdcrzugcbcn, im ganzen Verlaufseines Werkes, bei wichtigen und unbedeutenden Dingen, in je-der Zeit und auf jedem Schauplatz der Begebenheiten. EineAnzahl einzelner Belege, die ich ohne besondere Sichtung anseiner Menge gleichlautender hcraushebc, mag auch hier dieallgemeine Assertion bekräftigen.

IN) XIX. 4. II) XIX. 17. 28. 12) XX. 20.

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