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Geschichte des ersten Kreuzzugs
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zclnen gar nicht so schlecht über den Orient unterrichtet ist,und gerade an dieser Stelle armenische Dinge erwähnt, dieman vergebens bei den übrigen Abendländern aufsnchtsi). Al-lein bedenkt man, daß er selbst den Bagi Sijan und den Kha-lifcn von einer gleichen, Gesandtschaft vier Monate vorher Er-wähnung thnn laßt, so erscheint doch die ganze ,Scene nur alsglänzendes Anßcnwcrk, dem die Ereignisse selbst von vorn her-ein widersprechen. Wie sollte der Khalif, durch jene Gesandt-schaft längst unterrichtet, noch an der Macht, ja an der Anwe-senheit der Kreuzfahrer zweifeln können? AufAlbcrts Rechnungkommt dabei freilich nur, wie in den früheren Fällen, die un-geschickte oder unbefangene Verbindung zweier sich ausschlicßen-den Elemente. Was die Sache selbst angeht, so werden wirdiesem Bilde grimmer Heiden in gewaltiger Pracht und unge-fügem Hochmnth noch weiter begegnen; cs war damals allerWelt geläufig und erschuf in ächt volksthümlicher Ueberliefc-rung eine große Menge verwandter Darstellungen.

Sehen wir nun zurück, wie weit wir in unsrer Betrach-tung gekommen. Alberts Persönlichkeit zunächst ist uns bei-nahe verschwunden. Was Darstellung des Einzelnen angeht,so hat er den Vorzug, seinen subjcctivcn Einfluß ganz znrück-tretcn zu lassen: er bewahrt sich dieselbe Eigenschaft bei derVereinigung seiner Fragmente, jetzt als großen Mangel freilich,uns aber erwünscht, weil sie uns leichte Einsicht in die Naturseines Werkes verschafft. Was noch erkennbar ist von demWesen des Verfassers, wurde vorher schon angedcntet: seineNeigung ist dem eigentlichen Wunder, dem sichtbaren Einflußdes Himmels eher ab- als zugcwändt, um sich mit voller Kraftauf die Entfaltung irdischen Hcldenthums zu werfen. Freilichbeginnt er mit der glänzenden Legende von Peter dem Eremi-ten, dein gottgesandten Apostel des Krenzzugs, aber wie wenigdem Achnliches ist sonst in dem ganzen Umfange seiner Schriftzu entdecken. Die heilige Lanze, die im Morgenlandc selbst

31) Erwähnt Kogh Vasil (cNrrov.isilins bei ihm) lind Constnntin (denSehn Rnpent- bei Nnttl>. liireir).