orte eben nicht bequem: mit desto größerer Hoffnung erinnertman stch an Alberts Weitläufigkeit und denkt die wenigenName», auf die cs ankämc, wohl stcher bei ihm zn entdecken.Er aber berichtet weitläufig genug, wie das Heer zwischen Klip-pen und Felsen Tagelang dahingczogcn, wie es dann ans einerBrücke über einen Fluß gelangt sei und stch auf schattigen Wie-scngründcn gelagert habe. Kurz man steht stch getauscht injenem Vertrauen, und weiter, man gewahrt sehr bald, wie stchunter dieser glänzenden Unbestimmtheit nicht einmal richtige Nach-richten verstecken. Seicht anders muß man bei dem wichtigsten Er-eignisse des ganzen Zugs, bei der Belagerung von Antiochien,von Albcrts Erzählung völlig abschcn, wenn man ans denQuellen ein Bild der wesentlichen Vorfälle gewinnen will. Icherwähnte, wie man durch Errichtung verschiedener Eastclle umdie Stadt her dem Ziele allmälig näher kam: diese Bautentreten bei Albert völlig zurück gegen die Menge der wirkungslosenEinzelngefechte, gegen jene ruhmvollen Abenteuer, wodurch manaber nicht einen Schritt breit gefördert wurde: und was üblerund nur erst später zn erweisen ist, auch hier macht er dieärgsten Fehler gegen die Zcitfolgc und den inncrn Zusammen-hang der Ereignisse. Dann etwas weiter bemerke ich die Ge-sandtschaft Snleimans an Berkjarok und Kcrbuga; ich habesie bereits oben erwähnt, aber auch für diese Seite des Albert-schen Buchs ist ihre Betrachtung von Interesse. Snleiman undseine Begleiter zichn nach Samarkand, der Hauptstadt in Kho-rasan. Hier sitzt der Khalif in Glanz und Pracht auf seinemThron; sie zerreißen ihre Kleider und klagen über die Bedräng-niß durch die Christen. Der Khalif in seinein Wahnsinn lachtund will nichts davon glauben und verhöhnt Snleiman, dersich erst durch Vorzeigung der Nothschreibcn Bagi Sijans recht-fertigt. Da ruft denn Kcrbuga, der zweite am Thron, in sechsMonaten solle dies Christcnvolk vertilgt sein, und bietet seinezahllosen Vasallen auf. Ich will nun Albert nicht zum Vor-wurf machen, daß er so ganz und gar nichts Befriedigendesüber den Zustand des Seldschukcnrcichs und die Stellung derübrigen Emire zn Antiochien beibringt — obwohl er im Ein-
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