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Geschichte des ersten Kreuzzugs
Entstehung
Seite
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gekehrten Falle hingegen stellt sich das Verhältnis! sehr natür-lich : Robert schreibt eine Weile ans den Gesten, dann, wo csihm thunlich erscheint, verläßt er sie, lim einem zweiten davonunabhängigen Gewährsmann zu folgen.

Doch wozu solche allgemeine Dcduction? die Betrachtungeiner einzelnen Stelle kann uns sogleich die erwünschteste Ge-wißheit verschaffen. Ich wähle die schon erwähnte Erzählungvon der Belagerung Nicäa's: wir werden sehn, wie bei Gilound den Gesten zwei wesentlich verschiedene Relationen versie-gen, wie dann Robert es unternimmt, beide zu vereinigen undzu welch betrübtem Resultat er gelangt 115). Die Gesten lie-fern nachstehende Reihenfolge der Ereignisse:

1) Umlagcrung der Stadt.

2) Ankunft Raimunds, Schlacht mit dem Sultan.

3) Raimund untergräbt einen Thurm der Stadtmauer. An-kunft der Franzosen.

4) Occupation des Sees, Uebergabc der Stadt.

Gilo, wie wir sahen, ändert dies in folgender Weise:

1) Das ganze Heer vor der Stadt.

2) Bau der Flotte, der Sec wird occupirt, die Einwoh-ner wollen sich ergeben.

3) Das wird rückgängig. Der Sultan kommt zum Entsatz.

4) Er wird besiegt, Nicäa ergibt sich.

Robert endlich componirt beide Berichte und gibt danachdiese Darstellung des Ereignisses:

1) -Nach den Gesten wird erzählt, wie Gottfried und Tan-crcd allein, etwas später auch Boemund, vor Nicäa anlangenund sich zu der Bestürmung der Stadt vorbereiten.

2) Am Himmclfahrtstage (ebenfalls ans den Gesten) fährtRobert fort, begann der Sturm, von Osten griffen Raimund,Adhemar, die Nordfranzoscn und Robert von Flandern an, vonNorden Gottfried, von Westen Boemund. Im völligen Wider-spruch mit den Gesten und dem Beginn seiner eigenen Erzäh-lung gibt er ganz die Gilo'sche Ansicht.

115) 6est» p. 5. Oilo x. 218. I!ol>. 29.