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Geschichte des ersten Kreuzzugs
Entstehung
Seite
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Ferner. Der Anonymus, wie wir sehn werden, war Rit-ter, Tndebod Priester, denn bleibt der erste dnrchgchends inseinem Charakter, während der andre schwankt und sich baldals Streitenden, bald als Betenden einführt §/>). Eine Verwir-rung , die sich leicht erklärt, wenn man ihn als den sccundärcnAutor betrachtet.

2» beiden Büchern finden sich manche Stellen, die demandern fehlen. Die, welche Tndebod allein hat, sind Anekdo-te», einzelne Charaktcrzüge n. dgl. , die sich leicht cinschiebenliegen nnd ohne wesentliche Storung auch wieder zn trennenwäre». Anders ist es dagegen in dem umgekehrten Falle: hiertritt mir zn deutlich hervor, daß Tndebod in einem falschenStreben abznkürzen, sinnentstellende Auslassungen gemacht hat.So meldet er p. 781: ioitnr LIiriAmimv reli^ionis 8t-

»r oonAren'ali porvonormit ac> porlum (von Cvn-

stantinopel) sioguo mm transkrolnvmnnt Iiraolliuin ot appliouo-runt Moomoämi». Hierauf gestützt, läßt er dann weg, wasdie Gesten in der Darstellung der Nicänischen Kämpfe p. 5 er-wähnen : moclo (Anfang Juli) venit oomos elo iVormannia, vt ^oomos 8t6pliami8 et alii plnros uo eleinoep« Uo§oriu8 <Ie önrnn-villn. Die ersterc, durchaus falsche Nachricht hat er aber anseiner frühem Notiz der Gesten, vielleicht aus einer AngabeRaimunds umgestaltet. Und wie dieser 'Anfang, ist dann dieganze Erzählung von der Bcrcnnung Nicäa's p. 781 nnd782 beschaffen; sie hat Fehler, unentschuldbar bei einemAugenzeugen, aber begreiflich als Irrthümcr eines Abschreibers;bei allen Mängeln läßt sie den Ursprung ans den Gesten nichtverkennen.

Dies führt mich auf den letzten, wesentlichsten Punkt, densich Besly I. o. leicht zurechtlegt, der mir aber geradezu entschei-dend scheint. Tndebod benutzt neben den Gesten das Naimund-schc Buch: er hat mehrere Stellen daraus wörtlich in seine

44) Jenes xi. 782 u. 788. W wird die Reiterei im Gegensatz zum Fuß-volk erwähnt und Tudebod schreibt bie betreffenden Stellen ruhig hin-über.