352 Byzantinische Schriftsteller
Gelehrte, namentlich Du Fresne, durch Erläuterungen und Glossarien unvwgliMliche Verdienste erworben haben. H. Hase zu Paris hat die Reihe dieser SchGsteiler durch die Herausgabe des Leo Diakonus („Leonis Diavoni OaloLnsKris ete. e kikl. kegi-r nun« primnin in luvein ellicl. ill. 0. L. Hase",
1819, Fol.) erweitert, der sich in Form und Gehalt an die pariser große AuWanschließt. Er verspricht den Psellus folgen zu lassen. Strittcr, zuletzt Arch«,unter Paul I. beim großen Reichsarchive zu Moskau, hat durch einen trefflicheAuszug („Ueinoriao populorurn a«I vanubium, pontuin Luxinum,lilseotiäsrn, üilrrre Ouspium et in«Ie inaZi« »4 8eptentrionein inoolentiM»Petersb. 1771—79, 4 Bde., 4.) bewiesen, wie wichtig sie als Quellen für dir Krussische Geschichte sind. Vier von ihnen bilden, sich ergänzend, eine forklaustGeschichte bis zum 1.1470, nämlich 1) Zonaras, 2) Nicetas AkominatuS Heniates, 3) Nicephorus Gregoras, 4) Laonikus, oder Nikolaus ChalkondM wAthen. Diese vier Historiker bilden eine eigentliche byzantinische Geschichte mihi,»Zusammenhang. Die übrigen Autoren, die nur einzelne Thcile der byzantinisch«Geschichte behandelt haben, findet man fast alle im „Oorpu« b^--.intinuiu",welchij1648 sehr prachtvoll zu Paris in der königl. Buchdruckccci in 3 Foliobänden,eschienen ist. Die merkwürdigsten unter diesen sind nach der Zcitsolge: I)PApius aus Eäsarea, Rhetor zu Konstantinopel. Man hat von ihm 8 BücherSeschichten, nämlich kersioa in 4 Büchern und Kvtbioa in 4 Büchern, einzeln h,i-ausgegeben von Höschel (Augsburg 1607), und „Geheime Geschichte" (elnm>I«>,>in 9 Büchern, wo er sich im Gegensätze des ersten Werks sehr feindselig gegen d«Kaiser Justinian zeigt, herausgcg. von Reinhard (Erlangen und Leipzig Ms2) Agathias; schrieb nach Justinian's Tode über dessen Regierung in 5 Büche»(herausgcg. Paris 1660, Fol.). 3) Theophylaktus aus Ägypten. Man ha!»ihm eine Geschichte der Thaten des Kaisers Mauritius in 8 Büchern, bis M(Paris 1644). 4) Nicephorus, Patriarch zu Konstantinopel, welcher mehre xlehrte theologische Schriften hinterlassen hat. Hierher gehört sein „Lrevi-mum la-«torivnm" von der Ermordung des Kaisers Mauritius bis 770 (Vened. 17H6) Joh. Scylitzes, bekleidete mehre Staatsämter in Konstantinopel. Man hat«ihm einen Abriß der Geschichte von 811 bis auf Isaak Komnenus 1057 (in»!lat. Übersetz., Venedig 1570). Dasselbe Werk setzte er fort bis auf Alexander K»nenus, 1081 (noch im Manuscript). 6) Anna Komnena, Tochter des KapAlexius I., welche um 1150 starb. Sie schrieb eine „Alexias", oder ein Werkükdie Thaten ihres Vaters, des Alexius Komnenus, in 15 Büchern (herausgcg. mHöschel, Augsb. 1610; eine vollständigere Ausgabe, Paris 1651,Fol.). 7)G»fAkropolita, Staatsmann in Konstantinopel: „Abriß der byzantinischen GeM»von der Eroberung Konstantinopels durch die Lateiner (1204) bis zu dessen Mdereroberung" (1260) (Paris 1651). 8) Georg Pachymeres, bekleidete heb,Staats- und Kirchenämter in Konstantinopel: „Byzantinische Geschichte insiBüchern, vo:-: der Geburt des Michael Paläologus 1158 — 1308" (Franst1568, Fol.). 9) Joannes Kantakuzenus, Kaiser: „Byzantinische Geschichte in -Büchern, von 1320—54" (Paris 1645). 10) Georg Kodinus, PalastauWin Konstantinopel; wir besitzen von ihm mehre Werke über die Älterthümer«Konstantinopel. Das wichtigste darunter ist über die Ämter und Dienste bei d« iHofe und der Kirche von Konstantinopel (Paris 1648, Fol.). 11) Konstant!««Porphyrogennetus, oder Porphyrogenneta, Kaiser, beschrieb das Leben seines MVaters, Basilius Macedo; herausgcg. von Johannes Meursius. Dann bepwir ein Werk von ihm über die Staatsverwaltung, an seinen Sohn, und üben«Provinzen (A/z-crr«) des orientalischen und occidentalischen Kaiserthums, aM lSchriften und Sammlungen nicht zu erwähnen. Das wichtigste von chm ist»"" >die (Zeremonien des byzantinischen Hofs, herausgcg. von Leich und Reiske kW-