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Universalgeschichte der christlichen Kirche : Lehrbuch für akademische Vorlesungen
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3. Zeitraum. 2. Periode. 2. Zeitabschnitt, t. Capitcl.

vollst. wamnil. der Schriften re." Kcmpt. 79597. 10 Thle. Dessel-ben Iiistoirs du slsrxe <1o Vrnncs ponännt In rsvolut. I^ontt. 794.804. deutsch v. Eollinct. Frkf. u. Lpz. (Mimst.) 794. 2 Bdc. Iiistoirs äiislsrgvcn Vrancs porulant In rsvulut. d'uprss llarrnvl, Nontsois, I'icnt ote.sie. pur LI. II. * * * ?ar. 3 3'. s-Oarrom, Iss eont'osssurs cks Irr soi <9,,,8I'sZIiss A-rllisairs 5 In Dir ein 18 sivcle. kur. 820. 4 V. deutsch v. Näßu. Weis. Mainz 82226. 4 Bdc. mömoirss pour ssrvir 5

I Iiistoirs du .lasobinisnis (797 u. 803). lH-on 818 sg. 4 3?. Wachsmuth,Gcsch. Frankreichs im Revolutionszeitalter. Hamb. 840 ff. 4 Bde. sdaAer,Iiistoirs cls I'vgliss do 1-ru.uco psndaut Io. rsvolntion. ?ar. 852 sg. 3s-*Mazas, Gcsch. d. franz. Rcvolut., deutsch v. Scherer, in. Vorr. u.Zusätzen v. Höfler. Rcgcnsb. 842. 2 Bdchcn. Fürst Jul. v. Polignac,histor. polit. u. moral. Studien a. d. Frz. Rcgcnsb. 846. 2 Bdc. s-Gaume,die Revolution, histor. Untersuch, üb. d. Ursprung u. die Verbreit, des Bo-sen in Europa v. der Renaissance bis auf uns. Zt. a. d. Frz. Rcgcnsb.856 ff. 5 Bdc. Burke, Betrachtungen üb. d. franz. Revolution; nach d.Engl. v. Fried, v. Gcntz. Braunschw. 838. 2 Thle. Dahlmann,Gcsch. d. franz. Rcvolut. (b. z. Republik) Lpz. <845) 847. *Freib.Kirche,iler. Bd. IX. S. 251289.

Die letzten Jahre Pius VI. 17891800.

(//«/ot) 6oIIsstio Lrsvium st Inster. VI. ad prass. Oidl.DcoI. ealnmitatvs.-VuZ. 796. 2 3'. Gcsch. d. Wcgführ. u. Gefangenschaft Pius VI. v. AbbeTIatckassrrrr a. d. Franz, v. Steck. Tüb. 844.

h. 387. Die franz. Nationalversammlung (Constituante) 178991.

Die Folgen der Reformation wurden erst recht handgreiflich, als ihrePrincipien sich von dem Gebiete der Religion auf die Politik übertrugen.Recht augenscheinlich charakterisirt sich die französische Revolution als eineweitere Entwickelung und Folge der Reformation'"). Die ersten Organederselben, Luther, Franz von Sickingcn, Thomas Münzer, hatten bereits miteiner Umwälzung der bestehenden politischen Verhältnisse begonnen, welchealsdann durch die gcwaltthätig ausgcübte Einziehung der Kirchcngüter undSäkularisation Seitens der Fürsten fortgesetzt wurde. Hatte man hinsichtlichder Kirche in der Reformation mit der geschichtlichen Vergangenheit gebro-chen; warum sollte man die geschichtlichen Verhältnisse des Staates ängst-licher respcctiren, zümal bei der Glaubens- und Zügellosigkeit der nachfol-genden Zeiten ? Auch waren die Ideen der franz. Jacobiner von Freiheit undGleichheit schon bestimmt genug von den aufrührerischen Bauern unter Mün-zer'S Anführung in allen Formen ausgeprägt, und selbst in der Verachtungund dem Hasse gegen das Königthum fanden die französischen Clubbistcn beiLuther in Wort und That ein beredtes Vorbild. Daneben war bei vielemGlanze der Regierung Ludwig'ö XIV. mehrfach Sccpticismus, religiöserJndiffcrentismus, Lascivität und Unglaube üppig aufgesproßt. Endlichhatte, wie früher ( §. 368.) berichtet worden, die von England nach Frank-

*) Diese Ansicht wird auch von Protestanten gcthcilt: v. Wolfg. Menzel,Heinr. Leo (Bd. IV- S. 153) u. A. auch v. Franzosen Mazas Bd. I. S. 115.201. u. in der Vorrede Höflcr'S. Noch entschiedener von Louis Blanc in d.Einl. sr Gcsch. d. stanz. Rcvolut. u. von Polignac I. s. wo cs Bd. I. S. 75heißt:Zur Zeit d. stanz. Revolution hatte die Ungerechtigkeit ihren höchsten Gipfelerreicht u. die Stufenleiter des Bösen durchlaufen. Abnahme d. Glaubens mit An-fang der obsiegenden Ketzerei Luthcr's u. Heinr. VIII.; dann Gleichgiltigkeit gegendie Religion, Unglaube u. endlich Empörung gegen Gott selbst, gegen seine Geboteu. Gesetze. Vgl. Histor. polit. Blätter Bd. IX. u. Fchr, üb. d. Entwickcl.n. d. Einfluß d. polit. Theorien. Jnnsbr. 855.