Druckschrift 
Universalgeschichte der christlichen Kirche : Lehrbuch für akademische Vorlesungen
Entstehung
Seite
922
Einzelbild herunterladen
 

022 - 3. Zeitraum. 2. Periode. l. Zeitabschnitt. l. Capitel.

Adolph's, vom Protestantismus zur katbol. Kirche zurücktrat. Alexanderempfing sic in Rom auf das glänzendste und wies ihr einen Jahrgehalt a».Dagegen erfuhr er von Frankreich, welches ihm schon als Nuntius zu Mün-ster abgeneigt war, unter dem Cardinal M azarin (fl lilli l ) und »och mehrunter der eigenen Regierung des jugendlich übermüthigc» Ludwig XIV.vielfache Kränkungen. Dieser 9iegcnt schien seinem Gesandten, dem Her-zoge von Creg ui, förmlich anbefohle» zu haben, den Papst zu beleidigen.Daher trat er und sein Gefolge mit einem solchen Uebermuthe auf, daß dieeorsische Leibwache, aufs äußerste gereizt, das Gesandtschaftsgebäude angriff(10023- Ludwig, darüber so entrüstet, ließ den päpstlichen Gesandten ausFrankreich cseortircn, die päpstlichen Besitzungen Avignon und Venaissin be-setzen und Truppen nach Italien marschiren, um Gcnugthuung zu erlangen.Der Papst mußte den Lcmüthigenden Vergleich von Pisa (10041 annebmen.Mit der Republik Venedig trat er jedoch wieder in ein freundliches Verneh-men, so daß sie die in ihrem Gebiete liegenden Güter der aufgehobenen em>-gioiealio oanoiüo.eir. iou»I. sli tftäritim zum Kriege gegen die Türken aiuvicsund die auSgewiesenen Jesuiten (s. S. 870-3 wieder ausnahm. Durch dievon Alexander unternommenen großen Bauten u. a. Ausgabe» gerletk daspäpstliche Finanzwesen abermals in große Verlegenheit. Clemens IX.(RoSpigliosi 1007093 besaß große litterarische Kennt» sie und, wieselnVorgänger, Talent zur Poesie. Cr war eifrig darauf bedacht, die Verschwen-dungen seines Vorgängers wieder gut zu machen, und unterstützte noch dieRepublik Venedig Mit großen Summen gegen die Türken. Auch vermittelteer de» Frieden zu Aachen (1008) zwischeü Frankreich und Spanen, indemer Ludwig crniabnte, seinen Eroberungen Gränzen zu setzen- In Portugalerkannte er Pedro an und bestätigte die von ihm ernannte» Bischöfe. Auchließ er sich das Gedeihen der auswärtigen Missionen bestens angelegen sein,und verbot u. A. den Missionären jeden Handel. Nach ihm blieb der päpst-liche Stuhlö Monate erledigt. Endlich ward der 80jähr>geAeniiI.Alticrigewählt als Clemens X. (107070). Jetzt suchten sogar katbol. Für-sten nach dem Beispiele Frankreichs den Papst seines Einflusses und Einkom-mens in ihren Ländern zu berauben. Die Polen unterstützte Clemens im Kriegegegen die Türken und versuchte zu diesem Zwecke auch Unterhandlungen mitdein Czar Alcrei Michaelvw> ez, der eine Gesandtschaft nach Rom ge-schickt hatte, die ihm den kaiserlichen Titel erwerben sollte. Besonders be-trübend für den Papst wurden die Streitigkeiten in Frankreich über das Re-iz alr echt, dem zufolge während der Erledigung eines Biothums die vondemselben abhängendcn einfachen Pfründen vom Könige vergeben und dieEinkünfte des BiSth.ums von ihm verwaltet und bezogen wurden. DiesesRecht, das anfangs nur für die von Königen gestifteten Kirchen gegoltenhatte, war. unter Heinrich IV. auf alle Kirchen des Reiches auSgcdcbnt wor-den. Ludwig XI V. bestätigte, diese Ausdehnung durch 2 Verordnungen (1073u. 1074), und nur die Bischöfe von Panne rs und Alais widersctzten sichdiesem Eingriffe in die Rechte vieler Kirchen. Noch vor Beendigung desStreites starb Clemens. Es folgte ihm Jnnocenz XI. (Odescalchi 107010893, ein Mann von trefflichen Eigenschaften, ein Feind des Nepotis-

IloNti»» >le l,att >o gut n- pmma ontro Io Xlox. o! Io r»i äo branee.

t'ol. 670 . Iiimoiro <l<m ilömöloo >lo !a >>»»' elo b'ram o avoe bi

> oi»' ,lo Uxiiio. kar. 706. 4. Proben des DicbtertalentcS Alexanders in: Nüüo-nmt/O, laburcm juvenil«». 656 k. Ranke, Bd. III.