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Universalgeschichte der christlichen Kirche : Lehrbuch für akademische Vorlesungen
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2. Zeitraum. 2. Periode. 2. Zeitabschnitt. 1. Capitcl.

Abgeordnete, die ihm zumütheten, das Buch des preußischen DominicanersJohann von Falkenberg, eine Schmähschrift gegen den König und AdelPolens, zu verdammen. In. der letzten, der -löten Sitzung bestätigte Martinjene Beschlüsse, welche zu Constanz in Glaub enssachen und coneü,'«/,'^gefaßt worden sein, wovon alles das ausgeschlossen sei, was auf andere Weisegeschehen sei (d. h. tumultualitsr in einzelnen Congregationcn oder überGegenstände kirchlicher Verfassung beschlossen worden).

Nach Beendigung des Concils kehrte Martin nach Italien zurück, undnahm, da Rom noch in feindlichen Händen war, zunächst seinen Sitz inFlorenz. Dem Cardinal Cossa (Joh. XXIII.) hat er, als dieser sich hiervor ihm gedemüthigt, mit Wohlwollen und Auszeichnung den Rest seinesLebens erheitert (ft 1419). Erst 1420 konnte er durch Vermittelung derFlorentiner in Rom cinziehcn. Peter de Luna war zwar in Folge einesZerwürfnisses Martin'S mit König Alphonö von Aragonien nochmals aufge-standen, blieb aber auch jetzt ohne Anhang. Sein und seines NachfolgersClemens VIII. Papstthum von Peniscola ging geräuschlos unter.Eingedenk seines Versprechens ließ Martin das Coneil zuPavia') eröffnen(1423), das wegen auögebrochener Pest nach Siena verlegt werden mußteund nicht zahlreich besucht wurde. Die abermalige Verdammung derwicliffisch en und hu sit isch en H äresi e und Bcrathung eines Ber-einigungsentwurfcs der griechischen mit der lateinischen Kirche war das ein-zige Geschäft. Die Aussicht auf eine durchgreifende Reformation in derKirche wurde abermals auf das nächste Concil verschoben, dessen Ausschrei-ben nach Basel bei der drohenden Stellung der Husiten noch vor dem TodeMartin's (20. Febr. 1431) eingeleitct wurde.

§. 272/ Eugenius IV. (1431—47). Nicolaus V. (1447-55). DasConcil zu Basel; dessen Opposition zu der Fortsetzung inFerrara und Florenz.

Acten bei 1. XXIX—XXXI. Aarckt/n. I', VIII. u. IX. u. IVÄrät-

sulisülia ckftrlorrr. Iloiilelb. 774 8g. VIII—IX. Lpieilogimrr row.

kam. 839. V. I. p. 1—61. (nb. Eugen IV. u. Nicol. V.) iN/Imu«,

coirrmsrrt. >1s rsb. Lasileav gostis etc. (1438—40) libb. III. Las. 577. sei.Ll/e/r. Oatatanu«, I'irnii 803. 4., u. vor dem thcilwcisc hierher gehörigenI'7rLelcu7«d' i'ernm ea'/rotenckM'nm ao > nicht von

60'atr'u.!,' zusainmengcstcllt). Lolnir 535. Land. 690. vluAustlnr«« O-rtnülus(Canonicus zu Siena), summa corrcilior. Las., Vloreirt. sto. (Harckuin.V. IX. p. 1081 sg. //arts/rott», corre. Lsrirr. N. V. p. 474). Xmbrosuepx. eä. Laur. Llolrus. Vlvrsirt. 759 I. Die seriptoros Oon-eilü Lasil. in morruirrouta 6aucilior. sage. XV. sckck. st Firb,

Vienu. 857.

Ä/oüerrV bist. cono. Avireral. libli. III. o. 2 sg. 'I. II. p. 305—670. Xatal.

Ir. e. sase. XV. ckiss. VIII. Hcfcle, Blicke in's 15. Jahrh. re. vgl.oben S. 643. Wcsscnberg a. a. O. Bd. II. S. 271-513, dazuKatholik 1841. Heft Juli, August, September.

Gewalt des Concils stütze; doch ist er weit entfernt, eine solche Appellation fürjeden Fall zu statuircn, da selbe offenbar den kirchlichen Ungehorsam mit einerbloßen Formalität bemänteln will. Sogar der Protestant Mosheim zeigte denWiderspruch dieser Appellation gegen das kathol. Princip der kirchlichen Einheitin eis llalloruirr apzisllatiorribus acl eoueilium nuiversas scelssiasbl unitatewseclesias szisetalrilis tollerrtilrus (eüsssrtat. ack Ir. s. N. I. x. 577 sg).

1) Loire. Lerrsuss bei ÄM-ffrtrn. V. VIII. x. 1013—28. M«rsr. I'. -XXVIII1-. 1057-84.