658 2. Zeitraum. 2. Periode. 2. Zeitabschnitt. I- Capitel.
das aber wegen der zu geringen Anzahl der erschienenen Bischöfe nicht dafürgelten konnte, auch schon nach flüchtiger Verdammung mehrerer Lehrsätzevon WicIiff und Hus, wie der Gcgenpäpste beendigt ward. Daß nichtmehrere Bischöfe erschienen, dafür hatte Johannes, im Einverständniffemit dem auSgesöhntcn Ladislaw von Neapel, welcher alle Paffe besetzt hielt,Sorge getragen. Bald mußte er aber vor dem abermals feindselig verrücken-den Lad-Slaw ans Rom weichen, von da erst nach Florenz und 1413 nachBologna fliehen. Hier unterhandelte er mit allen Fürsten über den Ort deszu haltenden allgemeinen Concils. Als Ladislaw plötzlich gestorben war,bestimmte Kaiser Sigismund dafür Constanz, wo es nach dem gemeinsamenAnoschrciben des Papstes und Kaisers am 1. November (1414) eröffnetwerden sollte. Es fehlte auch jetzt nicht an extremen Vorschlägen und leiden-schaftlichen Erpeetorationen zu einer vermeintlich erfolgreicheren Wirksamkeitdes bevorstehenden Concils ^).
K. 271. Das Concil zu Constanz <1414—181.v. cl. Lenelt, maMuiu oseumeii. ooii!!!. Ooimkuut. Irrest oi697—700. 6 Val. t'. auch bet Mi»»/. 1'. XXVIl—XXVIII. u. Äanckn».'4. VIII. IVmoÄurior Vr/e (Augustiner zu Osnabrück, Augenzeuge) liöeoiioolntiono oool. als bist ouimil. 6oiistki.nl. bei n. rl. lArrckt, 'I. I.IVI.Ulrich von Ncichcnthal, Concilium, so zu Constanz gehalten worden.Augsb. 536 f. Loit'nseosts rin nnuvvllo liisti -In r-an- ila st« Oou-
>i.,n. o. Unr. 7l8. 4. «meist Urkunden>. rie X.oi», invaeiivn in
iliSÜKientem a tlonsl, Loire. .Inn». XXIII. bei v. ri. Ilarrit,'I. II. I'. XIV.». XV. z>. 296—330. Ich'üdRom vilu -louii. XXIII. ilmi. p 336—460.
Iiist. <1n eoireilo ela (loiislauek!. sei. II. -.Vlusiorü. 727. 2 Vol. 4.dein. Len fant, Gcsch. des Hussitenkriegcs u. des Cone. zu Basel. Wie»785. 4 Thl. -j-7'ostt, suu-iir ilol LoneUIv «li Loustiriin». X-ipuli 853. 2 I.
4. Lckai. Ii. s. 8»eo. XV. ,1,88. III—VII. -f/Äiinrnnrei .ba/ieiskrate.,.n,in>oml. elirouol. rer. nel ckverota 6»nsl. szici t. vor seinem Traetatc äesensu ei '»uetoritrrte Oaormar. 6onsi. >niio. Rom. 686. 4. sNieäerübist. 6onoili»r. gonar. Iil>. II. <-. 3. II II. >i. 131—270. ffRopko, Gcsch.der Kirchenvers. zu Costniz. Wien u. Prag. 782 ff. 4 Bde. «weitschweifigu. leidenschaftlich). -fWcfscnbcrg, die großen Kirchenversamml. Bd. II.
5. 69—267. Dazu Hcfclc a. a. O. u. Katbolik 841. H. Jan.,Febr., Juli, Aug. n. Scptbr. Schwab, Jvh. Olcrson S. 497 — 527.-j-Aschbach, Leben Kaiser Sigisni. Franks. <838 ff.) Bd. II. S. 69 ff.
Die Kirche erhielt auch hier die ungewöhnlich große Repräsentation von18000 Geistlichen; worunter 20 Erzbischöfe, 92 Bischöfe, 124Acbtcnnd200 Doctoren waren. Auch viele weltliche Regenten hatten sich persönlicheingefunden"). Die Abstimmung sollte nicht nach Stimmenmehrheit ge-schehen , sondern nach Nationen: der deutschen, französischen,
II Hierher gehören besonders der seit von <Icr Il ircli dem Gerson zuge-schriebene traotutiis «le mollis nuiemli ae rssarimimli e.ollasiaw in OamilioBiiivorsali (i. I. 1410) ml rle Ouixlinal. 6-mioracens. song.
ml. ck« Dm. 1'. II. p. 16l ng. v. L LaE. 'II I., ?. V. p. 67 sq.). sowie diedem Peter d'Aillp beigelegtcn Abhandlungen ilo eiistnulrntk! rekormntimiiso<;olv8. und llo nsvS8»its.te rskormnt. cmeles «n. ck. Na-'tK. I'. I. ?. V. p. 255—69. u. IV 1. IV VII. p. 277—398. u. Oiordoi! r>j>ii. IV II. p 667 sg. u. P.885—902 ). Diese Schriften rühren nach der gründlichen Untersuchung von Schwab,Jvh. Gerson S. 470—492 nicht von dengenannten Männern her, sondern vondem Prof. u. Bcncdictincrabtc Andr cas v. Nandus u. Theodorich v. Niem.
2) Der anderweitige Zusammenfluß von Menschen war hier so groß, daßbeständig 50,000 Fremde gegenwärtig waren, einmal.sogar 150,000 mit 30,006Pferdcm Bgl. n. Ä, LE.' 1. V. IV II. i>. 10-52.