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Universalgeschichte der christlichen Kirche : Lehrbuch für akademische Vorlesungen
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tz. 268. Jnnoecnz VI.; Urban V.; Gregor XI.

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anfangs um Ruhe, Ordnung, strenge Criminaljustiz und Unterdrückung derParteibäupter verdient gemacht; später aber trieb er den Uebermuth so weit,paß er den Papst und die Cardinäle, die Gegenkaiscr Ludwig und Carlsamnit den Churfürsten vor den römischen Richterstuhl lud. Um die republi-kanischen Städte der päpstlichen Herrschaft wieder zu unterwerfen, entsandteJnnoccnz den kriegerischen Cardinal Albornoz (1353) mit einem Heere,der in Kurzem die päpstliche Herrschaft wieder hcrstellte. Auch Kaiser Carl IV.war jetzt mit einem kleinen Gefolge nach Italien gekommen (1354), mehrum sich den Schmuck zweier Kronen ertheilen zu lassen, als zur Wiederher-stellung seiner Rechte. Aus die antiken Phantasien des Volkes , denenPetrarca vor Carl's Römerzuge das beredte Wort lieh:er möge kom-men als ein mächtiger Augustus für Italien; Rom rufe ihn als seinen Bräu-tigam, Italien sehne sich, seine Füße zu küssen," war er nicht eingegangen,und blieb mit dem Papste in Frieden. Neben rühmlicher Erwähnung vielerguten Eigenschaften an P. Jnnoeenz VI. hörte man bei seinem Tode dochüber Nepotismus klagen.

Ihm folgte der Abt des Klosters von St. Victor zu Marseille als U r-banV., und vereinte mit dieser hohen Würde den Ruhm seiner Tugenden.Er war entschlossen, den päpstlichen Sitz nach Rom zurückzuverlcgen;Petrarca beschwor ihn fragend :ob er einst unter den Sündern vonAvignon oder unter den Aposteln und Märtyrern Roms auferstehen wolle."Mit dem mächtigen Beherrscher Mailands, dem Barnabo Visconti,war bereits unter seinen Vorgängern eine offene Feindseligkeit ausgebrochen;Urban mußte jetzt die strengen kirchlichen Censuren gegen ihn verhängen'),und ließ sogar einen Kreuzzug gegen ihn predigen (1363), fand sich jedochbald zu Friedensbedingungen bereit (1364). Um die Ruhe Italiens voll-ständig hcrzustellen, führte er den immer dringender ausgesprochenen Wunschaller Redlichen aus, und zog unter dem Jubel des Volkes in Rom ein(1367). Mehrere Cardinäle waren zu Avignon geblieben, nur fünf ihmwie in eine Verbannung gefolgt. Auch Kaiser Karl IV. kam nach Italien,und bestimmte den Barnabo Visconti zum Frieden. Abermals schien sich diegeistliche und weltliche Macht in der srühcrn Weise zum heil. Doppelver-eine zu verbinden"). Auch der griechische Kaiser Johannes Paläolo-gu s war nach Rom gekommen, eine Vereinigung mit der griechischen Kircheanzubahncn und um Hilfe gegen die Türken zu bitten. Doch nach Karl's IV.Abzüge wurde die Stellung des Papstes in Rom bedenklich, und durch un-kluge Ernennung sechs neuer französischer Cardinäle war deren Einfluß

1l Vgl. Äat/ncM. acl a. 1364. nr. 3.

2) Dies ist u. A. ersichtlich aus der Bitte Carl'S an den folgende» Papst,sciiicn Eoh» Wenzel zum röm. König wählen zu dürfen: Lum autem acl Inifns-mocli olectianis eolebratianem »ubis vivvutilum ;lra,s<1i na» valent niiio vvbtrobeueglacita. N88e»8u et gratin nc iävare, Nealitucliui veLlrae revcrenter etInuuilster suppllc:uiiu8, cjuateuim cum äicti electc>rö8 lli 8 i> 08 Üi klnt cle »v8treeonsenZii electiauem stufusmcxli cla Rege colsdrnre prnetata etc. Darauf antw.Gregor XI.: Xoo fixier praemisom snspius eogitavimru- et cum lrntriliusnosu-is callntiauew Iialiuimu8 cliligeutem, et licet elsctiv bujusmocli tv viveuteminime cle fürs v»88it nur clebent «elebrari, 8perante8 tamen pudlicnm utili-latem ex Iiujuswaäi eleetiouo et ef»8 sllectu (clants Deo) § ravvutnram, utelöi'iitt prseclicta wacla prnemi88a llnc vice cluutnxat valent celvbrari, »ontrumbeneplneitum, ns8ou8uw ac tbvorem et gratinm nuctaritate npostolica teuereprilesentinm impertimur, bei Äaz/riatck. acl a. 1376. ur. 13.