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Universalgeschichte der christlichen Kirche : Lehrbuch für akademische Vorlesungen
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541
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§. 2l9. Hadrian IV., Alexander III., gegenüber Friedrich I. rc. 541

verrichteten Wunder, von denen der P. Eugen zeugen solle. Ihm genügeübrigens an dem Zeugniß seines Gewissens ; doch wenn er von zwei Dingenwählen solle: so sei eS ihm lieber, daß man gegen ihn als wider Gottmurre, seine Ehre geschmälert werde, als daß sich Jemand an Gottvergreise.

Durch Hilfe der Tivoleser war Eugenius III. nach Rom zurückgekehrt;bei den ungestümen Forderungen des Volkes verließ er es nochmals, und gingnach Frankreich in das Kloster des h. Bernard. Mit ihm in enger Verbin-dung wirkte er segensreich für die Kirchc.-x Die Eifersucht mehrerer Cardi-näle rief ihn nach Rom zuxück. Der Normanne Roger unterstützte ihn; dochdauerten die Factioncn in Rom fort. Dem Geschiedenen sandte der h. Ber-vard sein berühmtes Buch äs eonsiäsr-itions libb. V. Darin fordert ermit der Freimüthigkeit einer Liebe, welche, wie er selbst sagt, von keinemHerren wußte, und auch in der Insul den Sohn erkannte, Eugenius III.auf: wachsam zu sein, damit die vielen äußerlichen Beschäftigungen wederdie Salbung seiner Meditation, noch die Liebe dazu schwächten. Er bezeich-net dann seine Stellung als ein göttliches Richter- und Friedensamt, undlegt in einem Umrisse die ganze Hoheit eines Nachfolgers,Petri vor; er-wägt aber auch die Schwere der Pflichten eines solchen Berufes für einesMenschen Schwachheit. Dabei werden die Schattenseiten der damaligenLeitung des PontisicatS, die vielen Appellationen nach Rom, Exemtionender Klöster, die (Übergriffe päpstlicher Legaten u. A. mit seltener Freimüthig-keit, oft aber auch einseitig mit Ver kennung m an ch er für die d a-malige Zeit nothwendigen Erscheinungen in allzu greller Dar-stellung geschildert. Was der h. Mann verwirklicht sehen wollte, drückteer in folgenden Worten an P. Eugen aus: Wer wird es mir geben,daß ich noch vor meinemTode dieKircheGotteSindemZu-stande sehe, wie sic in alten Tagen w ar') , als die Apostel ihrNetz auswarfen, nicht um Silber und Gold, sondern um Seelen zu gewin-nen. Kurz nach Eugen III. schied auch Bernard aus dieser Zeitlichkeit (20.Aug. 1153);.der republikanische Sinn in Rom war noch nicht unterdrückt.

V Hundertjähriger Kampf d. Päpste mit d. Hohenstaufen Fried-rich I , Heinrich VI., Friedrich II , Conrad IV., Conradin 1268).

Mnsi V. XXI. p. 785 sä. //arckiti« V. VI. p. II. p. 1333 8g.: vita, spp.rmn. kontiüeum et ueta Oanoilior. Raumer, Gcsch. d. Hohcnst. Lpz.(823) 841 ff. 6 Bde. Zimmerm ann, die Hohcnst. od. der Kampf d.Monarchie gegen Pap st u. republikan. Freiheit. Stuttg. 838.2 Thlc. Joh. v. Müller, Reisen d. Päpste, Nr. 6 u. 7.s-219. Hadrian IV. (1154-59), Aleranher III. (1159—81), gegen-über Friedrich I.; Heinrich II. v. England u. der h. Thomas Becket.

Die Unterdrückung des demagogisch-republikanischen Sinnes in Rom ge-lang endlich Hadrian IV. Als Knabe hatte er in England gebettelt, sichallmälig aber durch alle kirchlichen Würden bis zum Bischof von Albanoemporgeschwungen. Zur päpstlichen Würde erhoben, belegte er Rom mit demJnterdicte: dies wirkte. Die Senatoren gabenArn old vonBreöcia

1) In Leriiarär oxx. sä. Venst. L. II. >». 413 8g. einzeln sä. L-abinAsr.nanuesb. ^5. Hierher gehört auch Ker/io/ri sxxosit. in Psalm. 64. sivs überas carruM scel. statu nä LuZsn. III. (SattanÄ. bibl. V. XIV. x. 549 8g.)

2) Huis wibi äst, sntsguain nwriar, viäsrs seelesiam Vsi sieut in äiobusnutigws. Lp. aä Lugen. III.