Druckschrift 
Universalgeschichte der christlichen Kirche : Lehrbuch für akademische Vorlesungen
Entstehung
Seite
519
Einzelbild herunterladen
 

tz. 214. Papst Gregor VII., 10731085.

519

. Non Gregor 4 " bis Calixi n.r Fünfzigjähriger Jnvestitur-streit durch daS Wormser Coucorvat <1122) beendigt.

<r. 214. Papst Gregor VII., 10731085*).

VII. ,-v!5>8lri 8. >>>>!>. XI. llib. X. fehlt), bei IlLrusf. 3'. XX. j>.

^ gg391. LurcsuO,, VI. I' 1 . 11951515. vgl. aber DckaLrrn

Ib>i>euberueus. imdox ogislobu'., um 1l25 gcstimmclt. sL'ccarct. corp.!>Ä.. 3'. 11.) Gegen die gröbste» Schmähungen u. Mißdeutungen vcrthci-riqten Gregor die Protestanten Gaab, Apologie P. lNrcgor's VII. Tnb.792., u. Ebrenrcttung Gregor's VII. Presb. u. Frcib. 786. 2 Bde. Joh.rn Müller, Luden, Nühs, Leo, Voigt, Hildcbrand als P. Gre-.E VII. < Weimar 815.) Wien 819. 2. A. Weimar 846. Lorräeu, Illo,,1 Oregoi)' VII. I-ond. 840. 2 3'. s-Katcrkamp, KG. Abth. 5. S.112V s7V. istovin dollo Invöstuuro dsllu digua- eeel. I>1aut.

741 I. fGsrörer, P. Gregor VII. u. sein Zeitalter. Sck>affh.859ff.

Bei dem Tode Alerandcr's l l. herrschte in Rom, wie vor einem Sturme,eine unheimliche Stille. Nach der Beisetzung rief der römische Klerus unddas Volk:Der h. Petrus wählt Hildebrand zu seinem Nachfolger." Damitder Verordnung NicolauS ll. genügt werde, gaben die Eardinäle ihre Zu-stimmung. Hildebrand, der in seiner seitherigen Stellung zu Rom und ausseinen Reisen die Schwierigkeit der gewissenhaften Führung des Pontificatsam besten kennen gelernt, lehnte die Wahl mit Frcimüthigkeit und ungeheu-chclter Demuth ab. Unter der Benennungzum römischen Bischoferwählter" bat er König Heinrich IV. bei der Anzeige seiner Wahl, ihmdie Genehmigung nicht zu gewähren , drohte sogar, daß er sonst als Papstreffen Laster und Verbrechen nicht ungestraft lassen könne Dennoch erfolgtedes Königs Zustimmung, die letzte weltliche Bestätigung einesPapstcS durch den Kaiser; doch haben seitdem bis auf die neuere Zeit diekatholis ch c n Groß mächtc einen Einfluß aus die Papstwahlen geltendgemacht. Seinem Lcürer und nachmaligen P. Gregor VI. blieb Hilde-hrand, auch nachdem er gestorben war, treu ergeben und nannte sich Gre-gor V!I. Sogleich setzte er seine früher eingclcitetc Wirksamkeit fortgegen die un kanonischcWahl der Bischöfe un dAebte durch dieweltliche Macht, gegen die Simonie und den Conc^binat der

*) AuS den Zeitgenossen für Gregor 33,/»-so <s. vor tz. 188); Laut»« Le/'u-ruisi,--., dv vita 6reZ. VII. <3I7ab,A. nein 88. Ord. 8. II. saoe. VII. k. II. u.Äurakori, serlM. 3'. II. I'. I.: m. a. Verthcidigern in 6>et«er/ opp. V. VI.);L'Mn, bist. bell. 8a.xon. v. 107382. (kort? 3'. VII) Lsi'ua(ch<»', pi-osb.Ooustunt., <auch Lei nick»« n. Lsr(/to?tO<«) bist snl tonip. 10541100, alsForts, von Len«, (.'ante. ((/««een?, monum. V. II.) Gegen Gregorlleuno. Cardin, d. Gcgenpapstes Clein. III., de vitn et Mst. Ilildbr. IIId>.II. <Schmähschrift voller Widersprüche); Len^a, B. v. Alba, paiwN'rieus rbxtb-mieus in Ilenrle. III. Inrpsint. ()I4en/,'en, seriptor. rer. Oormnu. I. p>. 957 >Otbcrt, B. v. Lüttich, de vitn et oldtu Ücnrr. IV. <(7oicka«tr apoln^. I»'"Hon.IV.Ibmn. 611. 4.) Chronisten: Lamb crt v. Hcrsfcld, Marianus Scotns,Otto v. Frcising, selbst Sicgbert neutral n. unparteiisch Grcgor's Werth an-erkennend. vgl. Stcnzel, Gosch. Dcutschl. unter den fränk. Kais. Bd. II. S. 55.

1) Xe asseusum iirac-beret, nttentlns exni-u.vit. Huod si non t'neernt. ( erlninMesset, gund grnvioros et inunissstoS igsius oxesssus nnlbrtsnus ingmnitostaleraret. bei Laro». ud n. 1073. nr. 27. Die also cingcholte Zustimmung muß»ach dem offenbar unter Hildcbrands Leitung veränderten Wahldeerete Nico-laus II. (s. S. 459) befremden. Aber gerade der persönliche Äntbeil und diemomentane Aufregung dagegen in Deutschland unter EB. Hanno's Anleitung,der übrigens 1088 noch persönlich in Rom dagegen rcclamirtc, auch Heinrich I V., ansme erste Nachricht von der einseitigen Wahl, durch den Grafen Eberhard vonNellenburg in Rom Einspruch tbucn wollte, mögen die Ursache» davon sein!