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2. Zeitraum. 1. Periode. 2. Zeitabschnitt. 4. Capitcl.
von Wertester gab dieser Verordnung dadurch Nachdruck, daß er unweit derthedralc eine neue Kirche aufbaute, diese mit Mönchen besetzte und hier sMheil. Meßopfer feierte. Die alte Kirche init dem verkommenen Klmis wurd,vom Volke verlassen und stand öde. Dieses Beispiel wurde an vielen Orten „ß-derholt, die alten Cölibatgcsetzc von Dunstan auf mehreren Spnobcn erneuertfür deren Beobachtung durch König Edgar gesorgt. Leider begann nach MlEdgar's und EB. Dunstan'S Tode ! 988) abermals ei» langer Kampf misch,»den beiden, seit Alfred auf der Insel anfäfiigen Stämmen der Angelsachsen«Dänen. Derselbe erreichte in der allgemeinen Ermordung der in den sächsisch,»Provinzen lebenden Dänen (1002) seine furchtbarste Katastrophe. Erst mit sei»frommen Könige Eduard d. Bekenner (1042—66! kehrte die Herrschaft Bri-tanniens an das alte KönighauS zurück, mit ihr die größere innere Rübe desJnsclreichcs und ein abermaliges enges Anschließcn an den römisch-apostolischen Ztubl
Die durch den h. Patricias festbegrüiidctc und frühzeitig herrlich anfbliihcichiirische Kirche thcilte seit 795 das Loos der englischen. Während der fast un-unterbrochenen Dänenkricge wurde auch die irische Geistlichkeit mehrfach von krie-gerischem Geiste erfüllt: Priester und Acbtc nahmen an den Schlachte» thiitigenAnthcil. Als noch die Hauptkirche zu Armagh um 927 ans 200 Jahre in de«Besitz einer mächtigen Familie kam, deren Sprossen zugleich als weltliche Uchnvon Armagh und als Bischöfe diesen Sprengel regierte», wirkte dieß nachtheiligaufdic gesammtc irische Kirche. Die mit dem Bischof Emlv, Olchobair Mac-Kincdc m(846) beginnende Vereinigung der bischöflichen mit der königlichen Würde wurde einebleibende Sitte der irischen Kirche. Diese politisch-kirchliche'Aufregung in Irlandmag die den Iren cigcnthümlichc Wanderungslust nicht wenig erhöht habe».Irische Mönche hatten in Deutschland ihre bcsondcrn Klöster, in Frankreich s g,boapitalia 8>otorum. deren ein Capitular Carl's d. Kahlen (845) erwähntDurch kirchliche Studien und wissenschaftliche Leistungen zeichneten sich die sirc»mehrfach aus; so Virgilius, seit 756 B. von Salzburg, der bereits die Eri-stcnz der Antipoden lehrte, der Abt Sedulius von Kildarc (um 818), und daim Bildcrstrcite berühmt gewordene Dun gal, Lehrer zu Pavia. Wahrscheinlichwar auch der tiefsinnige Erigena ein Ire.
In Schottland scheint zuerst der Bischof zu Dunkald,, dessen Episkopat vomKönig Kcnneth, dem Ueberwindcr der Pikten, gegründet wurde (849), eine Pri-masse über die schottische Kirche gehabt zu haben, die aber zu Ende des 9. Jghrh.aus St. Andrews überging'1. Der Klerus bestand hauptsächlich aus Mönche»
und aus Kuldecrn (Xsivdoi, irisch Omls-Das d. i. Diener Gottes oder ge-meinschaftlich Lebende), die offenbar nichts Anderes waren, als die nach Chrodc-gang's Regel benannten Kanoniker, da ihr Name ja auch erst in der zweite«Hälfte des 9ten Jahrh. in Schottland üblich wurde').
In Spanien hatte die kathol. Kirche unter dem Westgothen Rcccarcd fitauf eine erfreuliche Weise zu confolidiren begonnen. Die fchncll aufeinan-der folgenden Spnodcn zu Toledo waren bemüht, durch treffliche Verord-nungen den Zustand der Kirche zu verbessern, und sic zu ihrer wahren Würde z«erheben'). Die hemmende Einwirkung der weltlichen Macht auf die Kirche wurdeglücklich abgcwandt, dieser dagegen ein wirksamer Einfluß auf den Staat, derihrer heiligenden Macht bedurfte, zugesichcrt. Nach dem 17. Concil zn Toledo(694) sollten während der ersten 3 Tage eines jeden Concil's nur die gcisÄc«Angelegenheiten von Geistlichen allein, und dann erst die bürgerlichen Angelegen-heiten verhandelt werden'). Die Bischöfe besaßen eine große politische Bedeutung
1) Vgl. die klein. Chroniken bei /-»res, critical Dssaz-. I-ond. 729. 4. 2 7.«.bei/VnX'e-'tou, enguirx iuto tlrs. aueieut Iristorz- ol Scotland. I-ond. 789 . 2.1
2) ds Luldoia cownrentatio Iristorico-ecclss. Lonnae 840. 4.
3) Oordudsus. mvmorials Zumetor.: apologsticus pro Mrchra
adlrortario ad martvr. und spp. (max. liild. 1'. XV. und Ae/iottr Ilispaniu iüu-strata. V. IV.) 7Vr«7r indiculrw luminomrs, Lamvonis Xdbat. Oorüub.
apolorroticus llstspana 8axrada ed. III. ülatrit.. 792. V. XI.) Vgl. Stoldcrz-Kerz Th. 28. S. 389-432.
4, Die zahlreichen Synoden Dolstairum IV. i. I. 633-; Volet. V. 6»!