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Universalgeschichte der christlichen Kirche : Lehrbuch für akademische Vorlesungen
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423
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§. 177. Der Bildcrstreit iui Oriente.

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,emu erörtert und entschieden; inpolitis ch erB ez i eh ung das oströmischeMlb noch mehr zerklüftet, den abendländischen Thcil erst von sich entstein-tet dann aber in Folge einer Reihe verhängnißvoller Ereignisse gänzlichenOfall, und entschiedenes Anschlüßen an das germanisch-fränkische

»stich berbeigeführt. ^ ^ .

^ ^ ü. Im frank eichen Reiche.

iu'-»stn tiiiueni II. eonsiira 8vn lillri ('»ruliui ». 790. «0. -M./Vt,A' Hg. Le,«»«»»-. Ilan. 731. auch in 6k»/ck«.--k. Iinporat. (leeret, p. 67 s«i.u in lar. KV. '7. 98. de ealtu imangiuim

isrn-'iiiemii) «. Iil>. ropous. (m<ue. Inlil. D. XIV. bidl. I'ntri-ii.

liolvu. '1'. IX I'- ll. >t. 875 8!j.) Acten bei ä/ttn-,7 I'. XIIIXIV. n.7Iarä/i0i 7'. IV. Vgl. Heselc, Eoncilicugcsch. Bd. III. «. 651673.

In den ahendländischen Ländern des römischen Reiches waren die Bilderdiöder meistens richtig gewürdigt und in ihrer wahren Stellung zum Cultusaiifgefaßt worden. Sic dienten zum Schmucke der christliche» Kirchen, zurErhöhung des feierlichen Eindruckes und zur Erweckung der Andacht. DieAbendigkcil der Phantasie bei den Orientalen, welche leicht zu Uebcrtreibun-gcn verleitet, war hier weniger vorherrschend, am wenigsten bei den Deutschen,die einst ihre Gottheiten weder in Bildern noch in Naturgegenständen ange-betet Hutten. Erst in späteren Zeiten zeigten sich Spuren von Götterbildernbei germanischen Völkern, die in Verbindung mit andern heidnischen Elemen-te» auch nach ihrer Christianisirung oft schwer zu unterdrücken waren. Alsimnhiemit im fränkischen Reiche noch hartnäckig zu kämpfen hatte, und ande-rerseits bei dem Mangel an Kunstsinn sich kein wahres Verlangen nach Bil-der» der Heiligen kund gab, konnten jene Beschlüsse der griechischen Conci-lie» hier keine günstige Aufnahme finden. Da die Germanen sich nicht wiedie Orientalen vor ihren Königen niedcrwarfcn, sondern vor Niemanden alsvor Gott sich beugten, mußte der Ausdruck schwer verstanden,

j» leicht mißdeutet werden.

Der P. Hadrian l. sandte eine mangelhafte lateinische Abschrift derActen des zweiten nicänischen Concil's Carl d. Gr. zu, und dieser legte die-selben mehreren Theologen vor. Alsbald rechtfertigte sich jene Befürchtung.Die Censur dieser Beschlüsse bilden die angeführten s. g. EarolinischenBücher (790h, die oft ganz kleinliche Ausstellungen machen, und theilweisevon einer großen Befangenheit zeugen. Nach einer fehlerhaften Uebersetzungder Lvncilienactcn °h ließ man dieselben den gotteslästerlichen Jrrthum aus-strechen:Ich verehredie Bild er, wie ich die g ö tt l i ch e Tr in i-tät anbete," wiewohl gerade das Gegentheil festgestellt wordenwar. In diesem Irrthume befangen, sprach sich ) die in der Angelegenheit

1) Man las hier: Luseipia vsnsrundas imagines, et guus 8eeundum ser-ünnw Lilm'Miouis, guae substunrndi er vivitstus llrinitati smitto, wogegen cs>» bei richtigen Uebersetzung des Anastasius lautere: 8u8oixi» et umpleetorvenernbilss jmagiusn; udorutionem uutsm, guus Ist 8oeuudum -.-----t»'-, tuul.um-mmlo suzunsubstanttali st vivitisus Drinitats conserv».

2) Lonc. kraueotord. bei Äkaust 7?. XIII. p. 909. Es kommt hier bcsond.>» Betracht der er,». II.. welche eine Anerkennung der llbrt Oarol. zugleich aberd>c ganz verkehrte Auffassung des 2. Nicän. Concils, das sic sogar nach Ct. ver-legten, enthielt: allatu es» in medium guaostio de nova tsraserirum s^nodo,Mm üe arloraudis ima>;mil>u8 Ooustiuitiuopoli tseerunt, in gua seriiitumlutbebawr, ut gui imaZiniltus Lunetorum, itu ut Osistcas Drnrituti, ssrvitiuia.»nt asorationem nun impsudersnt, unatliemu judieursntur. (jui vupra. sane-URimi katrW nostri adorationsm st nsrvitium rsnusutes eoutsmzrsernut, uh-gnv evussntisntss eondomnuvsrnllt.