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Universalgeschichte der christlichen Kirche : Lehrbuch für akademische Vorlesungen
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!. 156. Das Christcnthum auf den britischen Inseln.

«-»»marien, so wie das von der h e i l. B r i g i d a gestiftete Nonnenkloster zußlnre(490) vollendeten die Bekehrung der Iren. Bald blühten die irischenumtlerschulen herrlich auf, ihr Ruhm ward überall verkündet. Spätermtc diese Insel per Heiligen*) für den Continent höchst bedeut-? In dem heutigen Schottland (Kaledonien) bewohnten den NordenllcKalcdonier, ein gallischer oder keltischer Stamm gleich den Iren,de» Süden die Pi et en, ein aus Scandinavien (Norwegen) eingewandertesDie Bekehrung der letzter» begann der britische B. Ninian (412),nieder nördlichen der Ire Co lu mb a (seit 565). Der letztere landetezxz mit 12 Schülern auf der hebridischen Insel Hy (St. Jona jetzt Co-l»M), und gründete ein Kloster und eine Kirche. Seit 565 verkündeten dc» Puten das Evangelium und bestätigte seine Sendung durch Wunder.M Columba so übten auch nach seinem Tode (597) die Aebte deS Klostershy über die Bischöfe der Scoten und Picten in Nordbritannien eine gewisseZimÄiction auS.

Die altern Bewohner Britanniens waren bereits im 4tenJahrh. größten-teils bekehrt, aber die als Bundesgenossen gegen die Picten herbeigerufenenAngelsachsen (449) traten bald als Eroberer auf, verdrängten die christ-lichen Briten in den westlichen Theil der Insel, und zerstörten sogar die christ-lichen Kirchen. Leider konnte damals der entartete Klerus den christliche»Briten nicht den Geist frommer Ergebung und Erhebung einflößen'). Daher«spürten diese nach der erlittenen Niederlage noch mehr demoralistrteu undgegen ihre Bezwinger mit Haß erfüllten Christen kein Verlangen, den herr-schende» Angelsachsen den Trost des Evangeliums zu verkünden. Da um-faßte das Herz Gregor's d. Gr. die Sieger, und machte sie zu Besiegtendes Kreuzes '). Als der König Ethelbert von Kent sich mit der fränki-schen Prinzessin Bertha verehelicht hatte, und diese von dem B. Luidhardbegleitet ward, sandte P. Gregor den Abt Augustinus mit 40 Benedic-tmn, welche den Angelsachsen die Lehre von der Erlösung und Beseligungi»und durch Christus verkünden sollten (597). Ethelbert ließ sich bewegen,die heil. Tauft zu empfangen; seinem Beispiele folgten viele seiner Unter-

*1 Der anglican. Bischof Usher (st 1665) fand ein merkwürdiges Ver-stichuiß irischer Heiligen aus d. Ende des 7. oder Anfang des 8. Jahrh.,das in 3 Nassen abgethcilt ist. In der ersten von Ankunft des heil. Patri-cias ft32--452< gibt es 350Bischöfe (meistens Landbischöfe) u. Gründer vonÄnhcn;denn alle damaligen Bischöfe waren Heilige und voll des hl. Geistes;"ia der zweiten Claffe ungefähr 300 Heilige, von denen die wenigsten Bischöfe,dikincistcn Priester und Mönche waren; in der dritten Claffe etwa lOOHcilige«ft Priester und Bischöfe, die von 605 bis 665 lebten (abgcdruckt in k/sser»»driüM. ocdss. untiguitatss p. 913 sa. vgl. Döllinger, Hdb. der KG. Bd. I.

2. S. 188-191.

1) Eine grelle Schilderung der Ausartung des brit. Klerus und Volkes ent-«uft die existola Siickae 5'a^ieut« (Anfang d. 6. Jahrh.) bei <7ale, scrixtors»«.MMN. Oxou. 691. I. I'. I. und Nax. bibl. V. VIII. v. 715 sg.

7 XII. x, IW.

2) Gregor ward durch den Anblick heidn. angelsächsischer Jünglinge gerührt,m ausgezeichnet durch Antlitz, Farbe und Haar auf dem Sklavenmarkte ausge-dotni wurden. Sinnig ist die Erzählung darüber bei Lscku Veneraä. I. o. II, 1.MM fragt: wcß Landes ^.ugli; Gregor: bene, iiam nugslioaiu llabeut I».-aeiu, er tulvs ungsloruin äsest ssss colrasroäss; aus welcher Landschaft? Antw.dein. Gregor: Kens, äs iru srnti: wie heißt der König? Antw. bllls. Gregor;Elp,» oxortet euutari.