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2. Zeitraum. 1. Periode, t. Zeitabschnitt, t. Capitcl.
äirüv^. Ii>>- II opp. sä. Lonsä. 'I. II. p. 207—76. Vgl. auchacta 88. in. Nartii. '7. III. x. 247 sg. Regel Benedicts in Lotste,.,coä. re^ul. inonast. 3'. I. 11 l —135. n. in ?. Karl Brand,«Leben, Regel u. Erklärung derselben, Einsiedel» 856-58. 3Derselbe, der Bcncdictincr-Ordc» nach sr. wclthist. Bedeutung tr»l,Q.-Schr. 851. S. 1-40).
Als Italien und die kathol. Kirche durch die wiederholt einbrechend,«kriegerischen Horden mit gänzlicher Verwüstung bedroht waren, erzeugte di,Kirche aus der ihr innewohnenden göttlichen LebcnskraftdenBcnedictinerordmwelcher die kathol. Kirche nicht allein damals vor innerer Auflösung schjjh«hals, sondern sür sie auch ein neues Pfand ihrer Zukunft, ja sogar daTräger und Grundpfeiler der Cultur aller später» Jahrhunderte geword,»ist. Die ersten Mönche Ammonius und Isidorus hatte das Abendlandin der Begleitung des EB. Athanasius staunend gesehen, als dieser beiP. Julius Schutz suchte. Die Verbannung nach Trier gab dem Heide»,thigen Vertheidiger der Gottheit Christi Veranlassung, auch hier für dasMönchsleben Liebe und Begeisterung einzuflößen, und durch die LebenÄe-schreibung des heil. Antonius das Interesse dafür zu erhalten und zu stei-gern. Eusebius von Vercelli, Ambrosius von Mailand und Hier«,nymus befestigten es in Italien, Augustinus in Afrika, Martinas,B. von Tours "), führte es im nördlichen und Cassianus im südliche«Gallien ein. Die entseelte Hülle des h. Martinus geleiteten bereits WMönche zu Grabe (um 400). Doch mußten wegen des rauheren KliMdie strengen Regeln des Orients gemildert werden, wobei sich die Mönch,jedoch vielerlei Willkür erlaubten. Als dadurch das Mönchsleben zumal d,iden Stürmen der Völkerwanderung in Verfall zu kommen drohte, erweckt,die Vorsehung einen Mann, welcher demselben eine feste, dauernde Gestaltgab, und es für die Zwecke erhielt, welche die Kirche durch dasselbe in d,rfolgenden Zeit erreichen sollte: es war Benedict von Nursia (geb.480, -j- 543). Er war von einer vornehmen Familie entsprossen, und statt,in Rom eine höhere Bildung erhalten. Doch das Verderben der Welt ickdie Liebe zur Einsamkeit und Erhebung des Geistes über das Irdische führt,ihn schon als Jüngling in die Höhle bei Subiaco. Erst ein Gegenstaadfrommer Verehrung sür die Hirten, bald in weiten Kreisen verherrlicht «advon zahlreichen Jüngern umgeben, ward er zum Vorsteher eines Klosterserwählt. Da seine Mönche für sein begeistertes Streben wenig Sinn, aarAbneigung zeigten, gründete er auf Monte Cassino ein neues Kloster(529), worin er Gleichgesinnte versammelte. Seine Wirksamkeit war eiatreues Vorbild der späteren Thätigkeit seines Ordens. Seine Regel i»73 Capiteln ist mit großer Kenntniß der menschlichen Natur abgefaßt, ver-eint mit Ernst Milde und Nachsicht, und will alle Mitglieder jedes Klostersin patriarchalischer Weise zu einem eigentlichen Familienleben einen. DerBeste und Weiseste aus ihnen solle zum Vorsteher gewählt werden nnddeaNamen Vater (allbgg) führen, die ihm Untergebenen Brüder heiße».Der Abt soll durch das Beispiel lehren; jeden einzelnen Mönch nach seimEigenthümlichkeit mit Klugheit, Strenge oder Milde behandeln, gegen Allegleiche Liebe haben. Vor Willkühr soll ihn die stete Erinnerung an die vorGottes Gericht zu gebende Re ch ensch aft und die Reg el bewahren, welch.
1) Lusprerr Lever. äs vita 8. Nartini lib.; äialoZi trss u. epp. tros.j kr«-Aor. Dreron. äs rniracul. 8t. Llnrtini.