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Universalgeschichte der christlichen Kirche : Lehrbuch für akademische Vorlesungen
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1. Zeitraum. 2. Periode. 3. Capitel.

Kanonen'). Andererseits haben bessere Regenten auch tumultuarische« D,.wegungen und Jntriguen durch eigene Wahl eines würdigen Mannes vor«!beugt, wie Arkadius beim Tode des Patriarchen Nektarius durchncnnuug des Johannes Chrysostomus that, und der Klerus unddasBchgaben dann, wie durch eine zweite Wahl, die Zustimmung.

Daö Vcrhältniß des Bischofs zu seiner Gemeinde und der erweitert,,Diöcese wurde einem unauflösbaren Ehebunde gleichgehalten; daher ei«,Reihe von Kanonen das Verlassen des einen und die Uebernahme eines a«,dern Bisthumcs verbot ^). Eine eig e n t h ü m l i ch e FunctionsBischofs blieb die Ordination und der öffentliche Lehrvortraa.Nur allmälig begannen im Oriente Priester in Gegenwart des Bischofs zipredigen; im Occidente galt Augustinus als eines der ersten Beispiele.Endlich lag dem Bischöfe die Visitation seines Sprcngels ob; konnte erdiese nicht selbst abhalten, so übertrug er sie den jetzt an die Stelle der Latz,bischöfe getretenen Visitatoren (TregeoSeDr-J). Durch die weitereBu.breitung des Christcnthums waren nicht allein in den Städten neben tubischöflichen Hauptkirche, sondern auch auf dem Lande viele neue Gemeinde«gestiftet worden. Jeder einzelnen Gemeinde ecolesja plebsm,

titiiliis im Gegensätze zu eeelssia entlmclralis, in Afrika ecclesm malm)stellte der Bischof nach freier Wahl, wie früher einen Landbischof, so Hleinen Presbyter (vrnipo^o^) vor, der meist schon für die bestimmte Stell,geweiht wurde. Doch gab bereits Kaiser Justinian durch ein Gesetz v.Z.541 die Veranlassung zum s. g. Patronatsrcchte'), welches denjenigen,die eine Kirche mit bestimmten Dotationen zur Unterhaltung der Geistlich,,stifteten, sowie deren Nachkommen das Recht zuerkannte, dem Bischöfe m>dige Geistliche für diese Kirche vorzuschlagen.

§. 129. Die Metropolen und Patriarchate,ü/arsnr, rliss. elo I?atriar,Ir. et krimat. orig, sexsrcitat. ecclesiast. et bilil.kar. 669 k.) Mr-nurao/rr, antiguit. dir. lib. II. (mit geograph. Katt,»).Le Hure», Orlens, cbristlanus. Wiltsch, kirchl. Geographie u. Slatislil.Bd. I. S. 67214. ?Vro»ra««rnr. 'I. I. Ill>. I e. 720. igle patriarcliinr. 40. cls potestate et okllcio Llotropolitanor. per V. priori eeel. «-cnla.) Ilist. dironolog. I^atriarduiruin (17 III. der praciatiou. iractn.ete. in Lollaneli acta 88.) -(Mast, dvgmat. histor. Abhandl. über di,rechtliche Stellung der Erzbischöfe. Freib. 847. s-Maafien, der PrimideS B. v. Nom u. die alten Patriarchaltirche» zur Erläut. des eim. ö.Oonc. Ule. Bonn 853.

In der ersten Periode war die Metropolitan-Verfassung bereits entstan-den (s. S. 198.), in der zweiten wurde sie mehr ausgebildet. BiszurEni-

1) Das war keine Ausübung der jura cirea saera, sondern ei» gewaltsamEindringen in saera. Dagegen protcstirtc z. B. Ut/tana«. Inst. Lrianor. n. il.:tznis eanon prascipit. r>t c jialatio inittatnr blpiscopns? (opp. I'. I. p. 2öil.)

2) Oonel/. IVrcaen. e. 15.: Urasdpimns etiain, nt noc lüpiseopus ipso, Mpresdvtsr, nec ellaeonus transillat ncc nii^ret e loco, eui praepositns es( elnoininatim assiZnatns, in alirnn. non sua, nsc altcrius volrrntato. ote. sUarärii».'I. I. p. 342. Mn!«'. 1. II. p. 674.) Mit Rücksicht darauf schlug Euscbini,B. v. Cäsarea, das Patriarchat von Antiochien ans.

3) Lustt-isa«! uovell. 57. c. 2. 123. c. 18. : vir^küxv>ä/>,«»^ -ü--» »««««»-«.

vgl. D/toumsLrN!. N. II. lili, 1. c. 29. eie jure palrowWxer V. priora ecel. saveula.