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1. Zeitraum 2. Periode, l. Capitcl.
welches den Besuch der Tempel völlig untersagte, eine verschärfte BcWguug des valcntinianischen Edictcs (391). Das gewichtige Wort deslnil,Chrysostomus: „Es ist den Christen nicht erlaubt, durch Gewalt WZwang den Jrrthum zu zerstören, da sie vielmehr durch Ueberzeugnng,lchrung und Liebeserweisung das Heil der Menschheit herbeiführcn soMwurde fast ganz überhört. Da die Heiden zu Alexandrien eine stürmHBewegung machten, wurde sogar unter Mitwirkung des schroffen Th copsilns, EB. von Alexandrien, das Serapeiou'), eines der größten bä,ligthümer jener Zeit, zerstört (391). Im Besitze der alleinigen Reg«»gewalt verbot Thcodosius bei schwerer Strafe alle Arten des Gvtzcndiensii-(392). Als er die letzte Hoffnung der Heiden in der Empörung tkiEug enius und Arbog a st es gebrochen hatte (394) und in Rom ring,,zogen war'), hielt er vor dem versammelten Senate eine kräftige Rechworin er die Heiden zur Entsagung des Götzendienstes und zum Uebcrtrütder Religion aufforderte, in der sic allein Vergebung ihrer Sünden Mikönnten."' „Da sah man, schrieb Hieronymus wohl'etwas rbctonH,fast alle Tempel Rom's voll Ruß uud Spinngewebe und alle Bewohner pder Märtyrer Grabhügeln eilen ')." Denn es fehlte nicht an eifrigen Ai-hängern des Heidenthums im Occidcnte, die bei den Einfällen gerinainHeiVölker neuen Muth schöpften und mit frecher Stirn den Christen dieSlhAder Verwüstung des Reiches beinmßen ').
§. 102. Unter Honoriuc- n. Arcadins u. deren Nachfolger».
Im Oriente, wo Arcadius (395—408) und dann Theodosius».(b. 450) regierten, konnten die Verordnungen des Thcodosius d. Gr. gez»das Heidenthum mit Nachdruck durchgcführt werden '). Arcadius bedroiiidie Beamten mit der Todesstrafe, welche sich in der strengen und pünktlich»Ausführung der betreffenden Gesetze nachlässig zeigen würden. Auf sei»»Befehl wurden die Götterbildnifse entfernt; eifrige Mönche vertilgte» tustZerstörung vieler Tempel die letzten Reste des Götzendienstes. In Ale»drien konnte sogar die berühmte und allgemein hochgeachtete Philosoph«Hypatia ungestraft grausam gemordet werden (415). Die Philosost»zu Athen wagten es. kaum mehr, das Christenthum öffentlich zu bekämpf».Daher drückte sich Thcodosius I!- in einem Gesetze (v. 423) so ans, stfalle sichtbaren Spuren des Heidcnthums im Oriente verschwunden wäm>Es 'entstand die schöne Sage, die sieben in der Verfolgung des Da«zu Ephesus entschlafenen Jünglinge seien unter Thcodosius II. voll fr»digen Staunens erwacht, das verfolgte Kreuz als Sicgcspanier über biStadt und die Welt wehen zu sehen").
heil. Ambrosius (op. 17, 18) u. des Dichters Prüdentlus Wb. II. m.Lz'mumcb.) hervor. Vgl. Schmied er, des Spmmachns Gründe u. des S!»brosius Gcgengrnnde. Halle 790. IVAomaO? llo 8)mimaguv vt äs 8t. sinbEjmölnngoo 11. x. 36 eg)
1) äüeral. V, 16. T/isockoret. V, 22. Aosoi». VII. 15. Nn/kn. XI. Ä-R2 ) Xnrdra«. o.x. 15. NnM.XI, 43. .-1.MNÄ. (1s eiv. Dei V, 26. — 3) /lioron.ep i
4) Vgl. äFen/not. bist, eis In llsstruction du iiLMuisino sn Oceiklent.835. 2Vol. Oüastel, bist, cls In ässtr. ein paZnn. clans lemchre cl'Orisnt. bar.N
5) WA. D/mock XVI, 5. 43—47; XVI, 10. 13—19.
6) 69-sr/o?-. Vreron. cls gloria wartzm. ?nr. 640. p. 215. Ne/neccino äs >clormientib. ck-xs. 702. Lanotor. 7. llormiout. IÜ8torin. Rom. 741. vgl. Freu.Äirchenlex. Bd. III. S. 65.