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Universalgeschichte der christlichen Kirche : Lehrbuch für akademische Vorlesungen
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§. 15. Lateinische Kircbenhistoriker.

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mehr deutet er- als seine Absicht nur an, den Eusebius fortzusetzen. SeineArbeit in 5 Büchern (320428) ist ganz selbstständig und übcrtrifft dieseiner Vorgänger um Vieles ). Der Eunomianer Philostorgiuö ausKappadocien verfaßte eine KG, (300423) als Apologie deS Arianis-mus, wovon wir nur noch Bruchstücke in der Bibliothek des Photius, Patriar-chen v. Et., besitzen. Theodorus, Lector zu Ct., schrieb im Ansange des0. Jahrhdt. einen Auszug aus Sokrates, Sozomenus und Theodoret in 2Büchern und eine Fortsetzung des Sokrates (439518) ; von der letzterensind nur Bruchstücke bei NicephoruS Kallisti, einem griech. Schriftstcller-des14. Jahrh., übrig. EvagriuS, Sachwalter zu Antiochien, setzte um dieMitte des 6. Jahrh. den Sokrates und Theodoret (431594) fort'). End-lich sind hier noch die mit dem 6. Jahrh. zu Ct. auftretenden Geschichtschrei-ber, Byzantiner genannt, anzudeuten, von denen Z. 17 . die Rede sein wird.

§. 15. L a t c i II i s ch e K i r cb e n h i st o r i k er.

Die abendländische Kirche blieb hinter den Leistungen der griechischen zu-rück; ihre Kirchenhistoriker waren keine selbstständigen Forscher, sondern meistnur Uebersetzer und Compitatvren der Griechen. Als solcher zeigt sich zuerstRufinus'), Priester von Aguileja. Außer mehreren griechischen Werken desDrigeneö übersetzte er auch die KG. des Eusebius (um 400), wobei er will-kührlich die 10 Bücher in 9 einschmolz; seine eigene Fortsetzung in 2 Büchern(318395), eine Geschichte des Arianismus, ist ungenau. Sein Zeitgenosse,der gallische Presbyter Sulpitius Severus '), verfaßte eine Geschichtevon der Erschaffung der Welt b. 400 n. Ehr., worin auch die KG. berücksich-tigt wird. Sein gedrängter classischer Styl hat ihm den Ehrennamen deschristlichen Sallusts erworben. Der Spanier PanlusOrosius') flüchtetein Folge der Bedrängnisse der Völkerwanderung zu Augustinus und Hiero-nymus, und verfaßte auf Veranlassung des Ersteren eine Geschichte von An-fang der Welt bis 416 n. Ehr., worin er zeigen will; daß die harten Schläge,welche die Römer damals durch die Völkerwanderung trafen, nicht ihrer An-nahme des Christenthums, sondern der Verfolgung desselben zuzuschreibenseien. Marcus Aurelius Cassiodorus^), ein ausgezeichneter undunter mehrfachem Regentenwechsel stets einflußreicher Staatsmann in Rom

1) LoL/ransen, cke t'onlibns, gullms goor, 8020m. ne 3'beockorst. in scrl-

bsncka bist, sna nsi sunt Ooett, 825. Lusebii, 8ocr. 8020m. 3'bsockor. stLvagr. item Lbilostorgü lectoris guas extaut bistoriae scclssiasticas grasce etIstins s,l. Len»-, Laiesrns oum acknotat. Lar, 659. 3 3?. 1. eckck 11.677. Fehler-hafter Nachdruck lKoguut. 672. besser Xmst. 695. 8criywrss graeci c. uotisVa-lesii scl. O. LeackiiA Oantaln-, 720. 3 3, 1, fehlerhaft nachgcdr. 3aurin. 748.Handausg. v. bluseb. 33-ck. 822. 2 3, 8. Ler»r»e4en Lps, 827 sg.

3 3. 4. blussb. bist, sccl. libb, X. all oockck, manuscr. rsesns, eck. Larton Oxon.838. 2 3. 8. sck. 8'0/ttvsAis»- 3ub, 852. Deutsch übers, wurde die KG. d. Euscb.v. Stroth m. Anmerk. Quedlb. 776 u. 799. 2 Bde.; v. Cloß m. Amn. u. d.Leben d. Euscb. Stuttg. 839. 8'oci-at. b. s, gr,. Lnsaer/ Oxon. 853. 2 3.TAeockoreti b. s. libb, V. sck. Oa/sckor/. Oxon. 854.

2) Ln/rnr, bist. eecl. libb, XI, sck, V. 77r, O'aeera»-». Rom. 740 sg. 2 3. 4.Bgl. Lrnimel, cks Luüno Llnssbii interxrete lib, II. Oer. 838.

3) ÄckF. Äsverr xresbxt., bist, sacrae libb, II. a mnnilo eonck. - 400x. Obr.sck, 37re» on»,»». cke Lrato, Vsron. 741 sg. 2Vol. 4.; st cum cl>mwentar. Lornii,I-ngck. Lat. 647. eck. Lüi-ier. Lar, 852. auch in Oakkmrck, bibl. 3, VIII.

4) DOroarr libb.Vll.bistor.ackv.yagallos sck,8igb.Lave>-ca»»!^.Lugck.(738)767.4.

5) List, triyart. libb. XII. (oyp. sck. 3. Oarettn« orck. 8. Len.Lotomag 679.2 3. 1. Veu. 729.) Zugl. m. Rufin Hrsg. v. Leatus L/icnanus, Las. 523 u. öst.