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9 (1830) R bis Schu
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910 Schutzengel Schutzgenossen

die Zinsen der Eapitalicn, Naturalien, Beitrage vom König und Unterzeichnungendie Mittel lieferten. Als hierauf der zu London 1815 gebildete Unlerstützungsvereinfür die durch die Schlacht von Waterloo Betheiligtcn durch Hrn. Dufour-Fcroncein Leipzig die Nachricht erhielt, daß 87 Waisen aus jener Kategorie Hülfe brauch-ten, zu deren Erziehung eine Summe von 2500 Pf. St. crfoderlich wäre, so hatteS. das Glück, diesen Beitrag von dem Eomite zu erlangen, darauf bewilligte ihmderselbe auch für die Witwen und Waisen prcuß. Krieger 10,000 Pf. St. Diesevaterländische Gesinnung fand in Deutschland dankbare Anerkennung. Die patrio-tische Gesellschaft in Hamburg verehrte dem wackern Manne eine goldene Medailleund ernannte ihn zu ihrem Ehrcnmitgliede. Der König von Sachsen ließ ihm einPorzellan - Theeservice zustellen, und die Direktion des pirnaschen Waisenhausesnahm ihn zum Ehrenmitgliede auf. Am Ende 1817 kam S. selbst nach Dresden.Ec hatte das Rittergut Schweta bei Oschatz gekauft, baute dann in Dresden einschönes Haus und zog sich am Ende 1819 von der Theilnahme an seinem londnerHandlungshause ganz zurück. Darauf eröffncte er am 24. April 1820 zu Dresdeneine Anstalt, in welcher 10 arme Blinde unter der Aufsicht eines Werkmeisters An-weisung zum Korbflechten, Schnürenklöppeln, Mattenweben u, s.w. erhielten, wozuihm Anfangs der Regicrungssecretair Morgenstern ein Gartenzimmer einräumte,dann aber der König ein besonderes Haus überließ. Dies und andre Beihülfe anHolz und Kohlen setzte ihn in den Stand, die Zahl der blinden Arbeiter fast za ver-doppeln und denselben auch die Kost zu geben, wozu jeder von seinem Erwerb in derAnstalt nur 6 Pfennige für die Mahlzeit beitrug. Nach 2 Jahren überließ er dieAnstalt nebst Zubehör und einem Legate von 1200 Thlr., das ein FinanzregistratorRasp ihm für diesen Zweck vermacht hatte, den Vorstehern des Blindenvereins un-entgeltlich ; doch nahm er fortwährend als Deputirter des Vereins an der Direktiondes Instituts Antheil. Seitdem hat sich dasselbe durch die Unterstützung des Kö-nigs noch mehr erweitert, und es ward am 22. Juli 1825 mit der Steckling'schen(ehemaligen Flemming'schen) Blindenerziehungsanstalt vereinigt. Als Mitgliedder Gesellschaft zu Rath und Lhat hat S. sich um Dresden auch noch durch dienach s. Plane, unter Mitwirkung s. Freunde, zu Stande gebrachte und am 3,Febr.1821 eröffnet« Sparkasse verdient gemacht. Auf erhaltene Veranlassung entwarfer die Einrichtung der 1823 zu Freiberg cröffnetcn Sparkasse. Bei Gründung derneuen, von der genannten Gesellschaft in Dresden errichteten Armenschule war erebenfalls sehr thätig. Als ritterschaftlicher Stand bei dem Landtage, wozu ihn dieStände des meißner Kreises 1820 gewählt hatten, entwarf er 1822 gemeinschaft-lich mit dem Kriegskammerrath v. Carlowitz den vorläufigen Plan zu einer künftigallgemeinen Hagelassecuranz für das Königreich Sachsen, und die in Leipzig zu ei-nem ähnlichen Zwecke zusammengetretenc Gesellschaft ward eingeladen, ihren Wir-kungskreis nur aufSachsen zu beschränken, damit sich die Stände des meißner Krei-ses an sie anschließen könnten. Mit gleichem Eifer brachte er auf dem Landtage1824 die Errichtung einer Witwenversorgungsanstalt oder einer Witwencasse fürdas Königreich Sachsen in Vorschlag; es traten jedoch mancherlei Hindernisse derAusführung dieses Vorschlags entgegen.

Schutzengel, s. Engel, Geister, Genien.

Schutzgenossen, Schutzverwandte sind im Allgemeinen Dieje-nigen, welche, ohne eigentliche Mitglieder irgend einer Gesellschaft zu sein und ihreLasten zu tragen oder an der Verwaltung Antheil zu nehmen, doch mit derselben ineiner gewissen Verbindung und unter ihrem Schutze stehen. Dieses Verhältnißkann daher nicht bloß bei Stadt-und Dorfgemeinden, sondern auch bei jeder an-dern Corporation und in Beziehung aut den ganzen Staat Vorkommen. So langein den Gemeinden die allgemeine gegenseitige Verbürgung der Gemeinven (in Eng-land krsnk-xloilge, irsnci'pleziuln genannt) bestand, konnten die Schutzbürger