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9 (1830) R bis Schu
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Schuß, Schußweite

ger Schulfeste spricht die Natur des menschlichen und insbesondere des kindlichenGeistes. Aber die Anordnung solcher Feste ist bis jetzt eine noch nicht befriedigendgeloste Aufgabe der Pädagogik. Schon die Wahl der zu Schulfesten zu nehmendenVeranlassungen ist schwierig; ebenso, im Fall sie im Freien gefeiert werden sollen,! das Aufsinden eines schicklichen Platzes und die Auswahl zwcckmäßigerUnterhal-

! tungen. Vogelschießen und Tanz dürften sich wenigstens zu einem Schulfeste

nicht ganz eignen. Über Aufzüge wie beim sonstigen Gregoriusumgang hat dienüchterne Pädagogik schon längst den Stab gebrochen. Wo es eine von Rücksichtenj und einstigen oder engherzigen Besorgnissen nicht befangene Volkserziehung gibt,' da gibt es auck, wie in der Schweiz, allgemeine religiöse und volksthümliche, angroße historische Erinnerungen geknüpfte Nationalfeste, mit welchen zugleich, unterzweckmäßigen Abänderungen, auch Schulfeste veranstaltet werden können, wie diesz. B. bei Gelegenheit der Reformationsjubelfeier in mehren protestantischen Län-dern geschehen ist. Denn durch gemeinsame Freude wird, nach Scncca's Bemer-kung, auch das gemeinsame Streben für alles Gute, Schöne und Große erweckt.S E. E. G. Zecrennec'sGrundsätze der Schuldisciplin'^ (Magdeburg 1826).(Vgl Rosen fest.)

Schuß, Schußweite (portöe). Der Schuß oder die Entladung undWirkung einer Schießwaffe ist entweder blind, d. h. wo die Ladung nicht zum Tref-fen eingerichtet war, oder scharf, wo sie einen Pfeil, Bolzen, Kugel oder einen an-dern Körper gegen ein Ziel treibt. Der Schuß wird insbesondere Wurf genannt(vgl. Ballistik), wenn der fortgetriebene Körper, wie aus Haubitzen und Mörsern,s in seinem Fluge eine parabolischeBahnbeschreibt. Man unterscheidet 1) den Kern-schuß, wo man in horizontaler Richtung nach seinem Ziele schießt, eristgcwöhn-lich der wirksamste und rasirt, wenn er über eine Flache streicht; 2) der erhöhete(elevirte) Schuß, wo man die Schießwaffe über die horizontale Linie gegen das Zielrichtet, der abgeschossene Körper aber dieses in bogenförmiger Bahn erreichen soll;3)der g e sen k te(plongirte) Schuß, wo die Waffe unter die Horizvntallinie gesenktwird, um einbohrende Wirkung zu erhalten. Eine Art Bogen - oder Rollschüssesind die Nicochetschüsse, wo man mit schwacher Ladung und Elevation de-Schießrohrs die Kugel auf harten, glatten Boden mehre Male aufschlagen oderimmer kürzere und niedrigere Bogensprünge (Ricochcts) machen läßt. Auch nannteman Precollschuß den, wo die Schußwaffe nicht gerade auf ihr Ziel, sondern, gegen einen nebenstehenden Gegenstand gerichtet, jenes durch das Abprallen der Ku-

) gel unter einem gewissen Winkel treffen sollte. Die Entfernung, in welcher ein

j Geschoß s. Gegenstand gehörig treffen kann, nennt man die Schußweite im ei-gentlichen Sinne; denn die Entfernung, in welche ein Körper überhaupt getriebenwerden kann, ist zu relativ und zu sehr zufällig. Die Schußweite hängt theilS vomBau und von der Einrichtung der Waffe, theils von der Güte und Beschaffenheitihrer Ladung, theils von der Richtung und Handhabung des Geschosses ab; oftkommen noch andre, nicht genau zu erörternde Umstände in Betracht. Man kannannehmen, daß je vollkommener und länger (dieses jedoch bis auf eine gewisseGrenze) der Impuls der treibenden Kraft auf den zu treibenden Körper in der Waffegeschieht, desto weiter trägt sie. Daher Büchsen und gezogene Gewehre, überhauptlängere Schießröhre und solche, in welchen die Kugel keinen oder nur sehr geringen' Spielraum hat, weiter reichen, und eine Kanonenkugel weiter als Kartätschen, eine

l Flintenkugel weiter als Schrot. Ferner macht die Stärke der Ladung nicht den wei-

! tern Schuß, sondern die Güte und hauptsächlich das richtige Verhältniß derselbensowol zum Bau des Geschosses als zu dem zu treibenden Körper. Endlich fliegt rinabgeschossener Körper aus erhöhter Richtung viel weiter; doch wird mit jedem Gradeder Erhöhung das Treffen immer ungewisser. So ließ sich z. B. mit einer halbenKarthaune und 45 Grad Elevation eine Kugel auf 6000, und läßt sich noch mit ei?