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9 (1830) R bis Schu
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^ Sachsen. II. Neuere Geschichte

bei Dennewitz (6. Sept.) eine neue Niederlage; die schlesische Armee ging bei War-tcnburg (3. Oct.) über die Elbe, und die Völkerschlacht bei Leipzig (16. und 18.Lct.) entschied das Schicksal Sachsens. Der König, welcher Napoleons Antrag,ihm zu folgen, ablehnte, ward (19. Oct.) Gefangener der Verbündeten und 20Mnate.von s. Lande getrennt, das bis zum 10. Nov. 1814 unter russischer undvon da an unter preuß. Verwaltung stand. Ein bedeutendes sächsisches, vom Landeausgestattctcs Heer folgte den Verbündeten über den Rhein, bis die Einnahmevon Paris den franz. Kaiser zur Verzichtleistung brachte (11. April 1814). —Doch Sachsens Schicksal sollte erst auf dem wiener Congreß bestimmt und anfangsi das ganze Königreich mit Preußen vereinigt werden, wogegen dem Könige, deram 4. Nov. 1814 jede Veräußerung s. Erbstaatcn verweigerte, eine Entschädigungvon 300,000 Menschen in Westfalen angetragen ward. Nach Monatlichen Un-terhandlungen beim wiener Congresse (vgl. „Übersicht der diplom. Verhandlungendes wiener Eongresses" von J. Ludw. Klübcr, 1. Abth., Frankfurt 1816), aufwelche die starken Erklärungen des britischen Parlaments (vgl. „Europäische Anna-t len", 1816, S. 2) nicht ohne Einfluß blieben, ward endlich im Febr. 1815 (nachi Gentz: 6 Wochen vor Napoleons Landung) die Theilung Sachsens beschlossen und, dem Könige von Sachsen, der von Berlin nach Presburg gekommen war, am 12.i März 1815 erklärt: „daß ohne Verzug diejenigen Landesthcile Sachsens, welcheI unter preuß. Hoheit kommen, von denjenigen getrennt werden sollten, welche dem> Könige bleiben; daß Preußen für immer Besitz nehmen werde von demjenigen Theile^ Sachsens, welcher ihm überlassen worden, und daß dasjenige, was dem Königet von Sachsen bleibe, unterdessen der provisorischen Regierung des Königs von Preu-ßen unterworfen bleiben solle" (Klüber, S.38). — Unterdessen war Napoleon vonNeuem in Frankreich erschienen; die Verhandlungen des Eongresses mußten sichihrem Ende nähern; der König Unterzeichnete also am 18. Mai 1815 zu Wienden Frieden mit Preußen, in welchem er diesem Reiche die größere Hälfte s. Staa-tes in Hinsicht auf den Umfang, die kleinere in Hinsicht der Bevölkerung überließ.Er trat zugleich der deutschen Bundesacte (8. Juni) bei, stellte s. Eontingent gegenFrankreich und kehrte am 7. Juni 1815 nach Dresden zurück. In jenem Vertragekamen die ganze Niederlausitz, ein Theil der Oberlausitz, der Wittenberger Kreis (mitBarby und Gommern), Theile des meißner und leipziger Kreises, der größte Theilder Stifter Merseburg und Naumburg - Zeitz, das sächsische Mansfeld, der ganzethüringische Kreis, das Fürstenthum Querfurt, der neustädter Kreis, die voigt-ländischen Enclaven und der königl. sächs. Antheil von Henneberg mit385^lDM.und 875,578 E. an Preußen. Da aber in diesen Zahlen auch der an Preußen zu-rückgekommenc kotbusser Kreis mit eingerechnet ist, für welchen 1808 Mansfeld,Barby u. s. w. an Westfalen abgetreten ward, so betrug der sächsische Verlust imwiener Vertrage (nach Abrechnung von Barby, Gommern und Mansfeld) nur373f- HjM. (genauer 359) und 845,218 Einw. — Die in Dresden in Wirksam-keitgetretene Ausgleichungscommisston von preuß. und sächs. Abgeordneten, unterMitwirkung eines östr. Commissarius, setzte durch die Conventionen vom 20. Febr.1816 und 18. Aug. 1819, wegen der Grenzberichtigung, sowie wegen der ge-sammten Landesschulden, ein gegenseitiges Abkommen fest. Der König selbst aberwandte gleich nach s. Zurückkunft s. Blick auf Verbesserungen im Innern. In" Kurzem war der Credit wieder hergestcllt. Die 3 Depart. des Finanzcollegiumsi wurden (Sept. 1815) auf 2 beschränkt; die unter der fremden Verwaltung neuge-! bildete Kriegsverwaltungskammer ward (20. Nov. 1815) bestätigt; das OolleAiummeiliv«, - ellirui-Aivum zu Dresden nach einem erweiterten Plane in eine chirur-gisch-Medicinische Akademie verwandelt; die Ingenieur- und Artillerieschule ver-einigt und 1816 zu einer Militairakademic erhoben, welche 44 besoldete Zöglingezu Hssichren für qssss Waffen bildet; die Ritlerakademie zugleich qltz Vorschule süy