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9 (1830) R bis Schu
Entstehung
Seite
534
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534 Saavedra Sabaismus !

besteht aus Bollwerken und Courtinen, vor welchen sich Grabenscheeren undvelins befinden. Der trockene Theil der Festungsgraben, durch welchen die Seainicht unmittelbar fließt, kann, sowie ein großer Theil des vorliegenden Terrainsauf der südöstl. Seite, unter Wasser gefetzt werden und ist zu Wassermanöuvrcjeingerichtet. Die Graben umgibt ein geräumiger doppelter bedeckter Weg.den meisten Fronten befinden sich vorgeschobene bombenfeste Reduits (Nothscha^zen), die jede Annäherung an den bedeckten Weg erschweren. Auf den südlich,«Fronten liegt noch überdies ein abgesondertes Werk, ebenfalls mit bombenfest,«>Reduits versehen, welches zugleich die Caserne für die Besatzung abgibt und iqjvor-und besonders rechts seitwärts gelegene Terrain der Hauptwerke mehr in dINähe bestreichen soll. Der ganze Platz ist durch die preuß. Regierung in sehr gutc«jVertheidigungsstand gesetzt und durch die erwähnten bombenfesten Reduits u. s.beträchtlich verstärkt worden. Den Hauptwall zieren Alleen, und das Glacis,welches rund herum mit Strauchwerk bepflanzt ist, gleicht einem englischender von den Festungswerken selbst sehr wenig von Außen sehen läßt. Jni rys-wikcr Frieden, 1697, behielt Frankreich S., das vorher zu Lothringen gehört hall,

Im span. Erbfolgckriege belagerten die Verbündeten S. 1705, allein der MaWljVillars deckte diesen Platz und Thionville durch seine Stellung bei Sierqu,^1814 ward S. von den Verbündeten eingeschlossen. Im pariser Vertrage vom 20. >Nov. 1815 trat Frankreich S. und Saarbrück, nebst beiden Ufern der Saar bis^oberhalb der letztgenannten Stadt, an die verbündeten Mächte ab, nachdem diistjbereits in dem Protokolle, Paris d. 3. Nov., jene Bezirke Preußen zugetheilt hal-tz,ten, worauf vstreich. und preuß. Commissaire durch den Vertrag zu Worms <1Juli 1816) die Grenzen des preuß. Gebiets an der Saar näher bestimmten. Di,!Einw. weihten 1829 dem hier geborenen Marschall Ney eine Marmortafel. 21

Saavedra Faxardo, s. Faxardo.

Sabäer hießen bei den Alten die Bewohner des heutigen Jemen in Arabien.Ihre Hauptstadt hieß S a b a.

Sabaismus (a. d. Hebr. Zaba, Heer, wovon, weil Gottes Heere die iGestirne oder Mächte des Himmels genannt werden, Gott Zebaoth, Herr der - kHimmelsheere heißt), diejenige Religion, welche die Himmelskörper, insonderheit ^Sonne und Mond, als Götter verehrt. Die Wahrnehmung des mächtigen Ein-! iflusses der Gestirne auf die alljährlichen Veränderungen in der Natur und aufdas i ,damit zusammenhängende Wohlsein der Menschen erzeugte die Vorstellung ihm l sGöttlichkeit, und die Beziehung zu den Gestirnen, in der gewisse Thicre und )Pflanzen, wie die in ihnen wirkenden Naturkräfte überhaupt, entweder durch be- )stimmte Abhängigkeit stehen, oder durch sinnbildliche Deutung gebracht werdenkönnen, führte auch diese in den Kreis der Erscheinungen ein, in denen der Sa ' )bäismus göttliches Leben und Gegenstände der Verehrung erkennt. Die aus der !Anschauung des Geschlechtsverhältnisses der lebendigen Geschöpfe hervorgegaugemund in den indischen Mythen verwaltende Grundidee des Zeugens, Empfangend iund Gebärens, welche in der sinnlichen Vorstellungsweise der Urwelt die Stelle des ^.Begriffs von Ursach und Wirkung vertrat, ward auf historischem Wege mit der s kreligiösen Ansicht des Sabäismus verschmolzen, wodurch dieser die Richtung und 1 ^Ausbildung erhielt , in der er in den Göttergeschichten der vorderasiatischen Völker s ;erscheint. Denn Ägypten, Arabien, und besonders die Länder, welche östlich dcr^Euphrat und Tigris, westlich das Mittelmecr und nördlich das schwarze Meer be-k !grenzt, waren, nach den uns bekannten mythologischen Überlieferungen, dasGe-§ >bist, auf dem der Sabäismus in der vorchristlichen Zeit herrschte, und selbst dierzur Verehrung des einigen Gottes angeleiteten Hebräer zeigten oft starke Neigungrzu dem üppigen Naturdienste, in den der Sabäismus ausartete. Hcrodot beschreib^.UNS denselben als ein Spiel mit den schaffenden und erhallenden Kräften der irdiH j