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9 (1830) R bis Schu
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Ryssel

Ryswik

nen in Verlegenheit und großen Verlust gebracht, ermannte er sich doch schnell wle-Ider, lief in die Themse ein und nöthigte England zu einem Frieden, gleich ehrenvollfür s. Vaterland und ihn (1667 68). Bald entstand ein dritter Krieg mit Eng:land und zugleich mit Frankreich. Auch diesmal errang R.'s Genie und Tapferkeitden Sieg, und wahrend zu Lande die Waffen der Republik höchst unglücklich kämpf-ten, triumphiere die holländ. Flotte in einem entscheidenden Siege (1673) über dieverbundene englisch-französische. Dankbarchrte Holland seines Seehelden Verdienst.!Als die berühmten Gegner des Hauses Oranien, die Brüder de Witt, gestürzt undermordet wurden, verschonte der Parteihaß den Helden, der Freund und engverbmi-!den mit de» Brüdern war. Die Republik sandte ihn mit einer Flotte zur Untn-i) lstützung der Spanier in Sicilien; hier kämpfte er tapfer wie immer gegen einet-«-, ei

überlegene Macht der Feinde (der Franzosen), bis er 1676 in einem Treffen beiMessina durch einen Kanonenschuß den Fuß verlor und bald darauf in Syrakus andieser Wunde starb. Sein Leichnam ward nach Amsterdam gebracht, wo ihm derStaat ein würdiges Denkmal in der Neucnkirche errichtete.

Ryssel, s. Lille. l

Ryswik, Dorf und Schloß in dem niederland. Gouvernement Südhoi-sland, 1 Stunde vom Haag, wo den 20. Sept. und den 30. Oct. 1697 der Friedszu Ryswik geschlossen wurde. Ludwig XIV. hatte 1688 das deutsche Nachjangegriffen, um der Ligne von Augsburg, die seinen Vergrößerungen ein Ziel schnjwollte, zuvorzukvmmen und zugleich Wilhelms III., des Erbstatthalters von Hol-land, Plan, sich auf den britischen Thron zu schwingen, zu vereiteln. Als Be-wand dienten ihm die Ansprüche seiner Schwägerin, der Herzogin von Orleans,auf die pfälzisch-simmernsche Erbfolge, und die Wahl des Erzbischofs von Köln.Als Wilhelm dennoch in England landete (8. Nov. 1688), so erklärte Ludauch an Holland den Krieg. Schon hatte er die Rheinprovinzen erobert, als derKaiser Leopold und die Generalstaaten gegen Frankreich ein Bündniß schlossen(Wien, 12. Mai 1689), dem Großbritannien, Spanien und Savoyen beitraten.Der Krieg wurde von Frankreich zu Lande mit großem Erfolge geführt. Der Mae-fchall von Luxemburg eroberte die spanischen Niederlande; Eatinat siegte in Italien.Allein die Landung der Franzosen in Irland zu Gunsten des vertriebenen KönigsJakob II. Stuart verunglückte, und die franz. Flotte unter dem Marschall Tomvilleward von den Engländern und Holländern, unter dem Adm. Ruffel, bei La Hegneden 29. Mai 1692 gänzlich geschlagen. Von dieser Zeit an erhob sich die britischeSeemacht über die französische. Jndeß eroberte der Herzog v. Vendöme Catalo-nien und den 7. Aug. 1697 Barcelona. Dies und der Wunsch Ludwigs, den grv-ßen europäischen Bund aufzulösen, ehe der spanische Thron erledigt würde, be-schleunigte den Abschluß des Friedens. Schon hatte Savoyen einen besondemFrieden mit Frankreich zu Turin, 29. Aug. 1696, geschlossen und sich mit Frank-reich verbunden; darauf vermittelte Schweden den allgemeinen Frieden auf demEongresse zu Ryswik, seil dem 9. Mai 1697 bis zum 20. Sept., wo Eng-land, Spanien und Holland den Frieden mit Frankreich Unterzeichneten. Lud-wig XIV. gab alle Eroberungen in Catalonien und in den span. Niederlanden, mitAusnahme von 82 reunirten Orten, zurück und erkannte Wilhelm III. als König)von Großbritannien und Irland an. Kaiser und Reich Unterzeichneten den Friedenmit Frankreich erst am 30. Oct. Ludwig gab alle rcunirte Orte an Deutschlandzurück, ausgenommen was im Elsaß lag, dessen Souverainetät ihm zugestandenwurde. Er behielt auch die 1681 in Besitz genommene freie Reichsstadt Strassbürg. Viel Widerspruch von Seiten der Protestanten vcranlaßte die sogen. Rys-^wiker Clauset des 4. Art., nach welcher die von Frankreich in den reunirten^jetzt zurückgeqebenen Orten (1622) eingeführte katholische Religion in ihrem bis-, lherigen Besitzstände bleiben sollte. Für die Allodialerbschast der Herzogin vvib