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9 (1830) R bis Schu
Entstehung
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Ruysch (Friedrich)

Ruytet

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! Ruysch (Friedrich), geb. am 23. März 1638 im Haag, studirte Medicin: ,id erwarb sich durch wichtige Entdeckungen im Gebiete der Zergliederungskunst,i besonders aber durch die Vervollkommnung der Erfindung, durch Ausspritzen deri Gefäße die Körper Verstorbener vor der Verwesung zu sichern, den Ruf des größten! Anatomen s. Zeit. Als Peter I. von Rußland nach Holland kam, besuchte er auch' 8!., und das Eabinet anatomischer Präparate dieses Gelehrten erregte seine höchsteBewunderung; auch kaufte er es in der Folge. N. starb am 22. Febr. 1731, alsz Mitglied der londner und pariser Akademie. Seine meist anatomischen Schriften, j bestätigen seinen Ruf.

Ruysch (Rahel), Friedrichs Tochter, eine der berühmtesten Frucht-undBlumenmalerinnen, geb. im Haag 1664, kam mit ihrem Vater nach Amsterdam,sie den Maler Georg Pool 1695 heirathete und 1750 starb. Sie arbeiteteseit 1708 viel für den kurpfälz. Hof zu Düsseldorf. In ihren Bildern vereinigen sichWuhcheit und Farbenglanz mit dem bewundernswürdigsten Fleiße der Ausführung.

Ruysdael oder Ruysdaal (Jakob), einer der größten Landschafts-maler. Er war in Harlem 1635 geb. und scheint s. Bruder SalomonR. (geb.1613, gest. 1670) zum Lehrer gehabt zu haben. Er starb in s. Vaterstadt 1681.Sein Ziel scheint die treue, aber poetische Auffassung einer melancholischen, oft wil-de» Natur gewesen zu sein. Er stellte Landschaften von Bäumen, geschlossen mitBächen und Seen, in welchen sich die Gegenstände spiegeln, mit herbstlichem,-sierm Wolkenfluge, dichtere Wälder, und Wasserfälle, die zwischen Felsen und Ge-büsch hcrniederströmen, mit unnachahmlicher Kraft und Empfindung dar. Seinek Figuren ließ er von Andern zeichnen. Herrliche Bilder von ihm besitzen die dresdner,HMünchner und Söder'sche Sammlung. S. über ihn und s. Gemälde auch GötheimMorgenblatt" (1816, St. 107).

Ruyter (Michael Hadrian), ein berühmter Seeheld, geb. 1607 zu Vlies-Esingen in Seeland, ward von s. Ältern zum Seilerhandwerk angehalten. Er cnt-Miefund nahm Dienste auf einem Schiffe, wo er bald Gelegenheit fand, sein aus-Igezeichnetes Talent zum Seedienste zu entwickeln, durch welches er der Stolz undWuhm s. Volks wurde. Vom Matrosen bis zum Admiral alle Dienstgrade durch-laufend, verdankte R. nur seinem Talent und s. Eifer die Erhebung aus niedrigem^ Stande, und sein Leben ist ein schöner Beweis, wie große Fähigkeiten sich durchalle Hindernisse Bahn zu brechen vermögen. Auf allen s. Seezügen erwarb er sichdm Ruhm eines tapfern, umsichtigen, unerschrockenen und den Seekrieg völlig«ehabenden Helden; s. Privatleben zeigt ihn uns als einen bescheidenen und ge-nügsamen Mann. Als 1641 Holland Portugal gegen Spaniens furchtbareMacht unterstützte, befehligte R. bereits als Contreadmiral die abgesendete Hülfs-macht und erwarb sich den Dank des lissaboner Hofes. Nicht minder ruhmvollMen s. nachher unternommenen Züge gegen die afrikanischen Raubstaaten. Als1654 der Krieg zwischen Holland und England ausbrach, befehligte er unterTromp (s. d.) und schlug mehrmals den engl. Anführer Askyn und dessen weitstärkere Macht. Nach dem Friedensschlüsse von 1665 kreuzte er aufs Neue gegendie Corsaren im Mittelmecr, nahm den Türken mehre Schiffe, nahm den berüch-tigten Renegaten Armand de Dias gefangen und ließ ihn hängen. Der neue Kriegmit England rief ihn zu größern Unternehmungen. Vorher schon war N. von demKönig von Dänemark, dem er mit glücklichem Erfolge gegen die Schweden bcigc-stiinden hatte, nebst s. Familie in den Adelstand erhoben worden, jetzt übertrugihm sein in Gefahr schwebendes Vaterland den Oberbefehl der holländischen Flotte,die der Übermacht Britanniens sich entgegensetzen sollte. N. löste auf die ehren-vollste Art dies große Vertrauen. Nachdem er der britischen Seemacht in den au-ßereuropäischen Gewässern manchen Verlust zugefügt hatte, schlug er sie 1666 in3 großen Seeschlachten im Canal, und, obgleich bald daraus durch einen Untergebe-

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