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9 (1830) R bis Schu
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2 Nabbamten Rabbmische Sprache und Literatur

genheik, wo seine heldenmüthige Gattin seine Gefahren theilte, durch Verräthereiergriffen, vom Revolutionstribunale zum Tode verurtheilt und hingerichtet am 6.Dec. 1793. Seine Gattin stürzte sich in der Verzweiflung in einen Brunnen, wosie den Tod fand. Alle, die ihm Schutz gegeben hatten, kamen auf das Blutgerüst.Unter N.'s Schriften schätzt manI,s vieux Oevönol" (London 1779, n. Aust,von Boiffy d'Anglas 1821), und ,,?reci» de I'iiiot. de la revolut. krany." (Ge-schichte der constit. Versamml.; n. A., mit dem Leben des Vfs. vom Gr. Boiffyd'Anglas, Paris 1822).

Rabbaniten, oder Rabbiniten, auch Talmudisten, s.Judenund Talmud.

Rabbi (hebräisch Lehrer, Meister), auch Rabbiner, ein Lehrer des-dischenGesetzes, insbesondere der Vorsteher einer Synagoge. Über den Rabbinismusals einen nur talmudischen Pharisäismus s.Sophronizon", 11. Bd., 5.H., 1829.

Rabbinische Sprache und Literatur. Als die Rabbiner vonden Arabern aus Babylon, dem damaligen Sitze der jüdischen Gelebrsamkeit, ver-trieben. sich in Europa, vornehmlich in Spanien niedcrließen und Schulen gründeten,fühlten sie sich bald durch die gelehrten und gründlichcnForschungen der Araber überdie arabische Sprache aufgefodert, auch ihre Sprache, die aus dem Althebräischen ineine verdorbene chaldäische Mundart ausgeartet war, kritisch zu bearbeiten und inihrer Reinheit herzustellen. Sie suchten daher den biblischen Hebraismus wieder zurSchriftsprache zu machen, waren aber nicht im Stande, weder aus der Grammatikalle chaldäische Formen auszuscheiden,da sie den Maßstab dafür bereits verloren hat-ten, noch sich auf die eigentlichen Bedeutungen der Wörter zu beschranken, da sie zurBezeichnung so vieler neuen Begriffe nicht mehr hinreichten. So entstand eine neuerehebr. Schriftsprache, welche von den Rabbincn in Spanien, Portugal, Italien undDeutschland geschrieben und deßhalb die rabbinische genannt wurde. Für ihre Erler-nung sind eigne Sprachlehren und Wörterbücher u. a. Hülfsmittel (von Eellarius,Reland, v. d. Hardt, Tychsen, Buxtorf u. A.) ausgearbeitet worden, und allerdingsbelohnt der Reichthum der rabbinischen Literatur, den man u.A. aus den Übersichteneines Buxkorf, Bartoloccius und Wolf kennen lernt, ein solches Studium. Wirnennen nur einige Schriftsteller aus der blühendsten Periode des Mittelalters. AlsSprachlebrer machten sich Aben Esra, David Kimchi (gest. um 1232),vornehmlichaber Elias Levita. durch ein (mehrmals gedrucktes) talmudisches Wörterbuch,NathanEen Jechiel(I IOO), und durch ein hebräisches, welches lange in klassischem Ansehengestanden, David Kimchi berühmt. Der erste, der nach den Forschungen eines AdenEsra, Maimonides lgeb. 1139, s. Maimon), Salomo Jarchi und David Kimchieine größere kritische Revision des Pentateuchs, wobei die Masora seine Richtschnurwar, vornahm, war zu Anfänge des 13. Jahrh. Meyer Hallevi (Haramah) ausToledo; ihm folgte der Rabbine Menachem de Lonzano (dessenOr lurai," mitdem ,8cliete ladotiiVenedig 1618, gedruckt worden), und diesem Salomo Nor-zi, dessen Arbeit an Umfang und Gründlichkeit alle frühere übertraf. Unter den Aus-legern des A. T. sind die bemerkenSwerthesten der sprachgelehrte aber dunkle AbenEsra. der dunkle und an Sprachkenntniffen arme Salomo Jarchi (um 1180), Jos.Kimchi (um 1160), einer der gelehrtesten Juden, und sein Sohn, der oft genannteDavid Kimchi; Levi Ben Gerson (vor 1370) und Isaak Arbacbanel (vor 1508).Maimonides suchte dem Inhalte seiner heil. Nationalschriften durch philosophisch-theologische Erörterungen zu Hülfe zu kommen; unter den vielen Eommentatorenwaren Rasch! und er die vorzüglichsten. Zur Vertheidigung ihres Glaubens schrie-ben der genannte Levi Ben Gerson und Lipman aus Mühlhausen (1399). Umdie Erdkunde der Mittlern Zeit haben sich durch Ncisebeschrcibungen verdient gemachtMoses Petachia aus Negensburg (vor 1187), Benjamin von Tudela (seit 1160)und Perizol aus Avignon (um 1550). Auch die Mathematik, Astronomie, Phi-