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5 (1830) H bis Jod
Entstehung
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478
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478 Ignaz von Loyola Ikon

I.'s Spiele jene unzusammenhängenden Lücken, jene unbewußten Äußerungen derRoutine, welche das Spiel gewöhnlicher Mechaniker zu charakterisiren pflege»,nicht wahrnehmen konnte, wenn man im Gegentheil jedem einzelnen Theile sei-ner Darstellungen das klarste Bewußtsein und die uneingeschränkteste Beherrschungdes Stoffes ansah, und wenn endlich jede seiner Darstellungen ein streng in sichzu-sammenhängendes, nie unterbrochenes Ganzes ausmachte, so sind wir genöthigi,

I., im umfassendsten Sinne des Worts, einen wahrhaften Künstler zu nennen.

Zu tragischen Darstellungen war, wenigstens in der letzten Zeit seines Lebens,sein Äußeres wenig geeignet; und obgleich s König Lear allgemein anerkannt war, >so ist cs doch ausgemacht, daß sich I.'s künstlerischer Charakter im Ganzen mehrfür nachbildende, besonnene und treue Sittendarstellung als für solche eignete, inwelchen Gefühl und Phantasie mit schöpferischer Kraft hernortreten. Seine ernste»Kamiliencharaktere und seine komischen, bloß reflectirenden Darstellungen, in web ^chen das Menschliche sich nur in der Ironie spiegelt, traten mit einer jedes Herz undjeden Sinn erfreuenden Glorie hervor, und hier ist es, wo wir dem Künstler diePalme zugestehen müssen. Hier erinnern wir an seinen Abbö de l'Epöe, Valberz,Lorenz Stark, Amtmann in denJagern"; ferner an s. Schcwa (in demJuden",von Cumberland), Constant in derSelbstbeherrschung", Amtmann in derAus-steuer", Bittermann in Kohebue'sMcnschenhaß und Reue". Als dramatischerSchriftsteller entwickelte er denselben Charakter. Sowie ihn hier der Mangel anSchwung der Phantasie zu den eigentlich höhern, poetisch-freien Erzeugnissen un- .fähig machte, so wurde er auch durch eben diesen Mangel außer Stand gesetzt,dramatische Werke von höherm poetischen Gehalte zu liefern. Daher eine oberfläch-liche Empfindsamkeit, die sich ohne tiefere Sehnsucht in dem Kreise wirklicher, all-täglicher Betriebe zeigt, die Grundlage fast aller seiner Stücke ist, bei denen dieIronie und die komische Kraft sich nicht thätig als gebietende Leiterin, sondern alsuntergeordnete Dienerin zu zeigen pflegt. DieJäger" (vielleicht auch dieHage-stolzen" und einige Theile desHerbsttags") machen hiervon, als ein in der idyllischenDarstellung roher, ungekünstelter Natur fast vollendetes Stück, eine Ausnahme.Nicht minder sind einige wahrhaft komische Charaktere seiner Stücke sehr verdienst-lich und würden, wenn sie in einem rein komisch gehaltenen Ganzen ständen, derhöchsten Wirkung fähig sein. Dahin gehören der Amtmann Riemen, ConstantinSelbstbeherrschung" und einige andre. Im Ganzen findet man jetzt s. Stücke ,gedehnt und macht ihnen den Vorwurf einer wegen allzu langen und häufigen Mo- -ralisirens schleppenden Handlung, eines etwas holprigen Dialogs und allzu großerFamilienähnlichkeit. In seinen theoretischen Abhandlungen und Aufsätzen, welcheman in s.Theatercalendern" findet, hat I. ergreifende Blicke in das Wesen derMenschendarstellung gethan und dem sich bildenden Schauspieler fruchtbare Wlnregegeben. Eine Sammlung seiner dramatischen Schriften erschien unter dem TitelnJffland's dramatische Werke" (Lpz. 17981802, 16 Bde.);Neue dramak.Werke" (Berlin 1807). kg.

Ignaz von Loyola, s. Jesuiten.

Ikarus, s. Dädalus.

Ikon (griech.), cinBild. DahcrJko nismus, ein nach dem Lebengefer-ligtes Ebenbild. Jkonolatrle, Anbetung der Bilder.I k o n o k l a st e n (s.d.), *

Bilderstürmer.I konomachie, Bilderstreit, Bilderkrieg. Ikonographie,die Beschreibung alter Bildsäulen, Brustbilder, Hausgötzen, mosaischer Arbeitenund alter Gemälde mit Wasserfarben. Michel Angelo und Ursinus waren die Wie-oerhersteller dieser Wissenschaft, welche von Joh. Angelus Canini und Bernhardvon Montfaucon noch mehr ausgebildet worden ist. Canini gab seineIkonogra-phie" 1669 zu Rom (I.Bd., 4.) heraus, und von Montfaucon besitzen wir s.A»- ,

tiguitäs oxpliguees", die neueste ist Visconti sIvono^rspliie snoienno" (Paris ^180817 , 4 Bde., 4.). Sie enthält die Bildnisse der Fürsten und berühmten