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Hutcheson
Hutten
aus zarter Lämmerwolle mitBibcrhaaren bereitet; sie müssen nun von Neuem aus.gelockert und auf dem Fachtische, der einer Horde gleicht, mit einer schwingend«Saite, oder dem sogenannten Fachbogen, geschlagen und in Massen zusamme»-gebracht werden, die man die Fache nennt. Diese werden hierauf mit Stück«Pappe oder Leder zusammengcdcückt und auf der kupfernen Filzplatte, die dmiieinen kleinen Dfen erhitzt wird, unter öfterm Benetzen mit Wasser gefilzt oder«ein Ganzes vereinigt. Darauf kommt der Filz in die Walke. Es wird nämlichin einem Kessel Wasser, entweder mit Essig oder mit verdünnter Schwefels»«,vermischt, aufs Feuer gesetzt, und darin der Filz gekocht. Dann kommt er nochnaß auf die Form, wo er nun feine Hutgestalt annimmt, mit Bimsstein und eimFischhaut abgerieben und dann gefärbt wird. Gewöhnlich macht man die schwarzeFarbe aus Blauholz, Galläpfeln und Kupferwasser. Ist der Hut gefärbt undgetrocknet, so wird er mit Hausenblase, arabischem Gummi oder Hornspam» gi-,steift. Endlich legt man die letzte Hand daran, indem man ihm mit verschiede»«Bürsten und dem warmen Bügeleisen seinen nöthigen Glanz gibt. — Strohhü»werden am feinsten und schönsten in Toscana gearbeitet;, doch hat man eS auch»England, besonders in Bedfordshire, darin sehr weit gebracht. Man laßt dl»Stroh vorher von Schwefeldämpfen durchziehen, wodurch es die nöthigeWch(erhält. Dann spaltet man die Halme, mittelst eines hineingestecktcn Drahtes/erweicht darauf die gespaltenen Halme im Wasser und läßt sie von Kindern«Bänder zusammenflechtcn, die zuletzt zusammengenaht werden. Um von Späne«recht feine Hüte zu machen, hat vor 10 Jahren ein gewisser Thomas in London-eine eigne Maschine erfunden, die nicht allein die Späne zu Bändern webt, son-dern auch diese Bänder mit Seide durch Nähen vereinigt.
In der Heraldik dient der Hut zuweilen statt der Krone und des Helms,oder wird auch zugleich mit denselben gebraucht. Es gibt in dieser Hinsicht geist-liche und weltliche Hüte. Unter den geistlichen, welche die Form gemeiner runderHüte mit breitem Rande haben, nennen wir 1) den rochen Eardinalshut, der aufjeder Seite 15 herabhängende Quasten hat; 2) den erzbischöflichen Hut, grün,mit 10 Quasten auf jeder Seite; Z) den Bischofshut, ebenfalls grün, abcrmirmit ß Quasten, und 4) den schwarzen Hut der päpstlichen Protonotarien, nm3Quasten. — Au den weltlichen Wappenhüten gehören besonders die Fürstenhüte.Diese sind eigentlich rothe Mützen mit breiter Hermelineinfassung, und mit dem.Reichsapfel, einem Kreuze, oder auch wol einem bloßen Hermelinschwänzchen ob,» «darauf; doch findet man sie auch, nach Act königl. Kronen, mit Reifen oder!gen gemacht. Der Unterschied, den Einige zwischen Kur- und Fürstenhüten ma-chen , ist ohne Grund. Der erzherzogl. östreichische Hut unterscheidet sich von de»gewöhnlichen Fürstenhüten durch eine eckige Verbrämung und durch einen mit Per-len besetzten Bogen, auf welchem oben der Reichsapfel ruht. Noch erwähnenwir hier des großen runden Hutes der schweizerischen Eidgenossenschaft, der, zumZeichen der Freiheit, über den vereinigten Wappenschildern der sammtlichen Ean-.cone schwebend vorgestellt wird.
Hutchesvn oder Hutchinso n (Francis), geb. in Irland 1694, wird alsStifter der Schule der sogenannten schottischen Moralphilosophen angesehen. Erward Professor zu Glasgow 1729 und starb 1747. Ec gründete die Sittlichkeitauf das moralische Gefühl und führte diese Lehre aus in seinem „8Mem ol'nwwlplrilnülipipp" (London 1752, 2 Thle., 4.). Auch für die Ästhetik waren s. Un-tersuchungen wichtig. Hierher gehört „imguir/ intu ti»s original uk <>»r UI"«uklwnut/ mul vn-tue" (Lond. 1720 u. 1727, deutsch, Franks. 1762). SeineDarstellung ist einfach, deutlich und präcis.
Hutten (Ulrich v.) stammte aus einem alten Gefchlechte, das in den Dien-sten des deutschen Kaiserhauses manchen wackern Ritter und Staatsmann aufzu-