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6 (1830) K bis L
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Laörtes

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Lacrymä Christi

sten Adressen sowol an den Convent als an die franz. Wahlversammlungen. Alleinam 13. Vendemiaire setzte Bnnaparte diesen Bewegungen ein Ziel. Dennoch derdamaligen Opposition zugethan und für sie wirkend, wurde L. nach dem 18. Fructi-dor arretirt und 2 Jahre gefangen gehalten. Nach dem 18. Brumairc brauchte ihnNapoleon in mancherlei Geschäften. 1813 erhielt er Esmenard's Stelle im Na-lionalinstitute und 1816 die Präsiden; der fcanz. Akademie oder der 3. Classe desInstituts. Die geschichtlichen Bortrage, welche er als Pros. der Geschichte an derpariser Universität hielt, gehörten zu den besuchtesten. Als Geschichtschreiber istihm eine schimmernde Diction eigen; seine Gedanken haben wenig Kraft und Tiefe.Mehr noch als s.Histaire «le Irr krrmee an XVt!I,»e sn-clo" (14 Bde., 1826,oder der 8. Bd. s.ilist. >Ie In rörolut. Ii-nnp.") wird s.nist. ,Is l'rnnoe pen-riunt >08 Aiierreü > 1 « religioir" geschätzt. Erstere ist, jedoch nicht vollständig, vonSander, diese von Kiesewetter ins Deutsche übersetzt. Seinen frühern philos. An-sichten hat L. entsagt. In s.Ilistoire cle I'nsscnnlilöe constitunntv" tritt erganz auf die Seite der Ultras und Obskuranten. Dieser so gefällige Geschichtschrei-ber war lange Censor im dramat. Fache. Man nannte ihn die Stütze der sogen.,,8»e><!t«! ,Ieü dünnes lvtiees". Ludwig XVII!. hat ihn geadelt. 1827 nalnnihm das Ministerium die Censorstelle, weil er in der Akademie die Bittschrift anden König gegen das (dann zurückgenommene) Preßgesetz unterstützt hatte. 1829erschien s.nist. «Ie In 1'rnnee ll^puis In Ikestauintiu»", 2 Bde. (bis 1820),worin er die Ausschweifungen des Parteigeistes weder verschweigt noch bemäntelt.

Lac ryma Christi (Christi Thränen), auch Thränenwein genannt, weiler, ehe noch die Trauben gepreßt werden, in Gestalt von Thränen aus der Kelterläuft, ist der vorzüglichste unter den ital. Weinen, von dunkelcother Farbe, wächstam Fuße des Vesuvs bei Neapel. Auch auf mehren griech. Inseln wird eine ArtThränenwein gezogen.

Lactanlius (Lucius Coelius Ficmianus), berühmt als Lehrer der latein.Kirche, als Redner und Schriftsteller, wird gewöhnlich für einen Afrikaner gehalten.Lange Zeit lebte er zu Nikomedien als Lehrer der Beredtsamkeit (Rhetoc), bis ihn,Konstantin der Große die Unterweisung seines ältesten Sohnes Crispus auftrug.Er starb um 325. Seine Schriften (von Sparke, Oxford 1684; von Bünemann,Lripz. 1739; von Dufcesnoy, Paris 1748, 2 Bde., 4., und von Oberthür,Würzb. 1783, 2 Bde., herausgegeben) zeichnen sich durch eine lichtvolle und an-genehme Darstellung aus. Er ist wegen seiner reinen und beredten Schreibart häu-fig der christliche Cicero genannt worden. Besonders berühmt sind seine 7 BücherInstitutinmnn ilivinaiiim".

Lady ist in England der gesetzmäßige Titel der Gemahlin eines Lords,Baronets oder Ritters. Den Töchtern derselben kömmt eigentlich nur der TitelMiß zu; indessen nennt man auch sie aus Höflichkeit Lady. Der Plural L a dies«meine Damen) wird im Allgemeinen, den Rang unbeachtet, gebraucht; ebensowie man Gentlemen (meine Herren) sagt.

Ladronen oder Diebsinseln, eine Gruppe von 14 span. Inseln (L8 üjM.)im großen Weltmeer, östlich von den Philippinen (13 20" N. B.). Ihr Ent-decker, Magellan, gab ihnen den Namen der St.-Lazarusinseln. Nach derKönigin Maria Anna von Ostreich, die während der Minderjährigkeit ihres Sohns,Karls II., zuerst Misfionnrien dahin sandte, wurden sie die marianischenInseln benannt. Sie sind fruchtbar, reich an Lebensmitteln, aber wenig bevölkernDer spanische Gouverneur wohnt auf der Insel Guam oder Agana.

Laürtcs, Sohn des Akrisius und der Chalkomethusa, wohnte der kaledoNischen Jagd und dem Argonautenzugc bei, und heirathete hernach die Tochter eesAutolykuS, Euryklea, mit welcher er außer mehren Töchtern einen Sohn, denUlysses, zeugte. Er erreichte ein hohes Aller und erleblc noch die Rückkehr seines