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6 (1830) K bis L
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den, Landschaften ». dgl. versucht. Ader dennoch herrscht in seinen Gemälden vielKraft, Geist und Annehmlichkeit. Das pariser Museum besaß mehre seiner Arbeiten.

Lab a r (Johann Baptista), Dominicaner, Missionnair und Reisender, geb.1663 zu Paris, legte in s. 19. I. das Gelübde ab. Darauf lehrte er Mathematikund Philosophie in Nancy, wo er zugleich die Stelle eines Predigers versah; 1693kehrte er nach Paris in das Dominicancrklostcr in der Straße St. - Honorö zurück.Ein bald darauf von dem Supecior der Dominicaner auf den fcanz. Antillen ein-laufender Brief, in welchem dieser Geistliche seine Vrüder in Europa auffoderte,zu seiner Unterstützung nach den Inseln zu kommen, weil eine ansteckende Krankheitviele Ordensglicdcr weggerafft habe, bestimmte L. augenblicklich seinen langst ge-hegten Plan, als Misfionnair zu nützen, auszuführen. Da s. Kenntnisse den Vor-stehern des Ordens auch in Frankreich nützliche Dienste zu leisten versprachen, hatteL. Mühe, sein Vorhaben durchzusetzen. Er schiffte sich mit mehren Ordensbrüdern1693 in Röchelte ein, landete 1694 auf Martinique und erhielt sogleich die Ver-waltung des Kirchspiels von Makuba, welchem er 9 Jahre vorstand, worauf er nachGuadeloupe gesendet wurde, um dort auf einer Besitzung des Ordens eine Wasser-mühle erbauen zu lassen. Seine mathemat. Kenntnisse empfahlen ihn dem Gou-verneur, der ihn auf einer Reise durch die Insel mitnahm, um die besten Punkte, wo

> Vertheidigrmgsanstaltcn angelegt werden könnten, ausmitteln zu helfen. Aurück-! gekehrt nach Martinique, fand L. s. Stelle daselbst durch einen Andern besetzt, erhielt

> aber zur Schadloshaltung das Amt eines Genecalprocureurs der Mission, in wel-chem er Gelegenheit hatte, den ganzen Umfang seiner nützlichen Thätigkeit zu ent-

i wickeln, und zugleich durch s. mathemat. Kenntnisse der Regierung vielfach zu die--- nen. Auf mehren, in Geschäften der Mission unternommenen Reisen untersuchte erdie ganzen Antillen, und als 1703 die Engländer Guadeloupe feindlich angriffen,

^ erwies er seinen Landsleuten als erfahrener Ingenieur große Dienste. 1705 wardz er in Angelegenheiten des Ordens wieder nach Europa gesendet, und in Cadix lan-^ dend, ergriff er sogleich diese Gelegenheit, um sowol die Umgegenden dieser Stadta als die ganze Küste von Andalusien bis Gibraltar geometrisch und wissenschaftlich zuß untersuchen. Auch Italien, wohin ihn s. Angelegenheiten riefen, besuchte er, und^ kehrte endlich 1716 nach Paris zurück, wo er im Kloster Rue du Bac sich mit der^ Herausgabe eines Theiles seiner Schriften beschäftigte und den 6. Jan. 1738 starb,s Man hat von ihm eine, mehrmals aufgelegte und in mehre Sprachen übers.Reise

- nach den amerikan. Inseln", welche eine recht gute Darstellung der Naturgeschichte' dieser Länder, insbesondere mchrcr kleiner, wenig besuchter Jnselchcn, des Anbauesi der dortigen Gewächse, des Ursprungs, der Sitten, der Religion und der Staats-j cinrichtungen ihrer Einw., sowie der merkwürdigsten polit. Begebenheiten, welchej sich während der Anwesenheit des Vers. daselbst zugetragen haben, enthält; ferners eine naturgeschichtliche Beschreibung der Länder zwischen dem Senegal, dem Cap-i Blanc und der Sierra-Leonc, eine Reise durch Spanien u. Italien, und eine Übers.

( des Werks von Eavazzi über das westl. Äthiopien. Außerdem gab L. noch vic Nei-s sen des Ritters Demarchais nach Guinea und Caycnne und dieMemoiren des

- Ritters d'Arvieux", dessen Reisen nach Palästina, Syrien und der Barbarei enthal-, tmd, heraus. Zu L.'s Ehren haben die Naturforscher einem paar Bäumen von

der Insel Cuba und aus Cayenne, aus dem Fliedergeschlecht, s. Namen beigelegt.

; Lab« (Louise), bekannt u. d. N. der schönen Seilerin (la belle c»r,Ii,-re),k wurde 1526 oder 1527 zu Lyon geboren. Ihr Vater ließ sie in der Musik, in meti-k ren Sprachen, sogar im Reiten und andern militair. Übungen unterrichten. Sor kam cS, daß sie sich für den Soldatenstand bestimmte und 1543 mit dem fcanz.

^ Heere u. d. N. Eapitain Loys der Belagerung von Perpignan beiwohnte. Manrühmte die Stärke ihres Arms und ihren Muth. Als aber die Franzosen die Be-^ lagerung von Perpignan aufheben mußten, leistete Louise auf den Militairdienst