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6 (1830) K bis L
Entstehung
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Kadmus

Kaffa

richter. Sie werden zu der höher» Geistlichkeit gezählt, weil die Türken ihr Gesetzvon ihrem Propheten haben.

Kadmus, ein Name, der in der Mythologie und Geschichte mehren Per-sonen beigelegt wird. Der berühmteste ist Agenor's Sohn und Neptun's Enkel.Er wurde nebst seinen Brüdern von dem Vater ausgesendet, um ihre vom Jupiterentführte Schwester Europa aufzusuchen, ohne welche sie nicht wieder zurückkehrensollten. Nach mehren Abenteuern befragte K. das Orakel zu Delphi, welches ihmbefahl, vom fernern Suchen abzustehen, sich der Leitung einer Kuh zu überlassen,und da, wo diese stehen bleiben werde, eine Stadt anzulegen. So kam er nachBöotien: hier wollte er die Kuh der Minerva opfern; seine Gefährten aber, diedas Wasser dazu aus einer Quelle des Mars herbeiholen wollten, wurden von deinsie bewachenden Drachen umgebracht. Diesen tödtete K., säete die Zähne dessel-ben auf Befehl der Minerva in die Erde, und sofort wuchsen gewaffnete Männerliervor, die er Spart! (Gesäete) nannte, die sich aber, bis auf fünf, unter einanderselbst tödteten. Mit den übrigen erbaute K. die Stadt Kadmea oder Theben(s. d.). Darauf vermählte ihn Jupiter mit der Harmonia. Bei seiner Hochzeitwaren alle Götter zugegen. Er zeugte in dieser Ehe die Antinoe, Jno, Semele,Agave und den Polydorus. Als K. eine Zeit lang das neu erbaute Kadmea unddas von ihm gestiftete Reich beherrscht hatte, ging er aus des Bacchus Befehl mitder Harmonia zu den Encheliensern, besiegte ihre Feinde, die Jllyrier, ward ihrKönig und zeugte noch einen Sohn, den Jllyrius. Endlich verwandelte Jupiterihn und die Harmonia in Schlangen, oder nach Andern in Löwen, und versetzte sienach Elysium. Die Sage erzählt, daß K. 1550 vor Ehr. aus Phönizien nachBöotien kam, hier die sich widersetzenden Einwohner besiegte und mit ihnen die obengenannte Stadt anlegte. Er machte sich um die Bildung seiner neuen Untertha-nen sehr verdient, denn er lehrte sie die phönizische Buchstabenschrift, die Anwen-dung der Musik bei den Götterfesten durch die Priester, ferner den Gebrauch desKupfers u. s. f. Vgl. Welcker,Über eine kretische Colonie in Theben, die Göt-tin Europa und Kadmos" (Bonn 1824). Ein andrer Kadmus, von Milct,ein Sohn des Panthion, wird als der Erste unter den Griechen angesehen, der inProsa geschrieben hat. Er lebte ungefähr 600 I. vor Chr.

K a fcr, überhaupt alle Insekten (s. d.) der ersten Ordnung (6c>Ie»pter.-l).Sie unterscheiden sich von allen andern durch die beiden hornartigen Decken, welcheüber ihren beiden untergeschlagenen häutigen, durchsichtigen Flügeln liegen. Beieinigen fehlen die wahren Flügel, und man findet nur Flügeldecken. Manche vonihnen können diese Decken nicht einmal aufheben, weil sie zusammengewachsen sind.Sie haben (wenige ausgenommen) auch aus allen übrige» Theilen des Körpers einehornartige Bedeckung, und selbst die Beine und Fühlhörner entstehen aus einerähnlichen Masse. Alle Käfer haben 6 Beine, wovon 2 am Bruststücke und 4am Hinterleibs sitzen. An dem Bruststücke und Hinterleibe befinden sich auf jederSeite 8 Luftlöcher. Alle Käfer entstehen aus Eierchen, welche das Weibchen anbestimmte Örter legt. Aus ihnen schlüpfen madenähnliche Geschöpfe hervor. Dieseheißen Larven und haben, mit Ausnahme einiger, 3 Paar am Bruststücke sitzendeBeine. Wenn diese Larve» völlig ausgewachsen sind, verpuppen sie sich oder wer-den zur Nymphe, aus welcher alsdann der vollkommene Käfer hervorgeht, welchernun aber nicht mehr wächst. Seine Theile sind weich, erhalten aber an der Luft,nebst der ihnen zukommenden Farbe, bald die gehörige Härte. Diese Ordnung vonInsekten enthält die zahlreichsten Individuen. Linne zählt deren 3810 Gattun-gen, welche er in 55 Geschlechter vertheilt. Von Zeit zu Zeit entdeckt man, beson-ders in andern Erdtheilen, neue Gattungen. (Vgl. Skarabäus.)

Kaffa (Feodosia), vormals die größte Stadt der Krim und Residenz desKhans, ihrer Wichtigkeit wegen das krimsche Konstantinopcl genannt. Sie hatte

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