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Buch H- Hofhörigkeit.
alten Herkommen und Gewohnheiten halten und belassen. DieSchutzpflicht wird nun nach alter Weise in einem Beispieleauseinandergesetzt: »Item weret sacke, van de Scholz qweme»gcridden und fände den armen Mann mit seiner Armoth of»Gudde im Drecke liggen, dair hie by sich selbst nicht uyth»konte kommen, so fall der Scholz syne Fögte uyth den Bo-»gelcn oder Stcvelen schudden, und staen off von synem Sadel»und Pcrde, und helpen dem armen Mann uyth der Noth.«
— Das Stockumer Hofsrecht gibt dem Stellvertreter des Hofs-Herrn auf, die Hofsleute auf dem Gute zu »vordeghedingen.«Sehr bestimmt spricht sich das Loensche Hossrccht aus , da esder Verbindlichkeit der Hofhörigen zur Abgabenleistung die Be-dingung hinzusetzt: »und anders nicht, so vecr als hie sie bei»oerer gercchtigkcit leth vnd vor vnrecht gemalt beschirmet.« *
— Die gleiche Pflicht, die »Lüde ind Gud« zu »verantworten,
»verbidden ind verdcgedingcn na all myner Macht up allen»Steden,« enthält die oben S. 2S2. Note 76. angeführte Ur-kunde über Huckerde. — Nach den Rechten des SadclhofsSchapen ") »fall eyn itllck Houesman alle Jare sych ver-»schinen up sent Peters Dach ad Cathedram yn den vorß. Hoff»und bewysen dair dem Heren einen Hoirsam mit enem»Herschilling. Ind alle dye gcne eruen en synt dye mögen sych»dan vort keren und wenden oistwart westwart off wair hen syn»willen in wat Steven se dan synt dair fall sye dye Here vor-»cuen und vor bedingen und fall se vort seligen aff und to»vor syne Ansprake.« — Diese allgemeine Pflicht des Herrnzur Vertheidigung spricht auch die, übrigens apokryphische, 6on-btcklliäo ") mit den Worten: »beschermen, beschütten,
»unde helpen verdedigen tot oeren Rechte,« aus.
Dieses Verhältm'ß einer Schutzgcmeinde erklärt es dennauch hinreichend, daß auch neue Ausnahmen in solchen Schutz
50) Beilage 52, Nr. 6,
51 ) S. die oben S. 332, Note 13 angeführte Stelle der Beil. 54.
52) Beilage 46.
53) Beilage 81. Jedenfalls spricht die Onstitmio, sie mag ächtsein oder nicht, die allgemeine Meinung aus.