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Theil 1, Bd. 1 (1830)
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Kapitel V. H. 100.

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ursprünglich eine gemeinschaftliche Angelegenheit des Herrn undHofes "). Dies laßt sich auch schon daraus erklären, daßdie Entsetzung nur durch Herrn und Hof geschehen konnte, unddaß man auch »mit Gnaden des Heren und Haves« an ein durchVerjährung verwirktes Gut wieder ankommcn konnte *°).

Trat wegen Abwesenheit der Erben eine zeitige Verwaltungein, so konnte der Hofsherr das Gut freien Händen austhun,auch wohl einstweilen selbst unter den Pflug nehmen"). Der-gleichen Fälle mögen denn allmählig die späterhin, als der Un-terschied zwischen hörigen und freien Händen verblich, bei denmehrsten Höfen geltende Satzung herbeigeführt haben, daß derHofsherr das erledigte Gut ohne Rückfrage bei der Hofgemeindewieder besetzte "), am Ende gar behielt und willkührlich be-

»gewinn zu loesen gevcn, und dar mit belehnen, so ver, als»dar ein Hoeffsmann oste Frauwe in den Hoeff»gehörig, und anders niet.« Beilage 50, HüninckhoverHofsrechr Nr. 2: »Item men fall besetten de seven Hoeve

»myt hoffhörygen Lüden-und werd dann erfun-

»den de achtede Hoeve, fall men dan de ock besetten als vorg.« Beilage 52, Stockumer Hofsrecht von 1370, Nr. Z:«Storve ock eyn Gud loes, dat it neyne Erven en hedde, so»fall dat de Scultete, dat is de overste Pechtener unses Stichtcs,»besetten mit Ammethorighen Lüden, de dem Ammet-»gude overlopet.« Beilage 64, Wcrdensches HofSrecht, Kap. 9:»ob jemand were, der dem Gute folgen wollte.«

39) Beilage 62. Instrnm. äs jirr. 6nrt. äs Dursten, 14rt. i3:»Item reguisiti si ali^us dann portinentis curtsin prse-»äietsm vscsrsnt, äs cjnibus nemo ss intromitteret, ntrnm»äicti äoinini vslorent ss äs tslibus inti oinittore et äs eis»äisponere oorum KSnepIscitnm. Uesponäont, ^uoä»äicti äoinini possunt so äs tsiidns bonis intromittere et»äs tslidns äisponere ^>tvre/!«zr/o cottsr/ro /rtr^atorum et cur-»trslrAm xrasät'etorrtnr st cott^en»'rt eo-um

40) Beilage 69, Effensche Hobasael, Kap, 8.

41) Siehe oben S. 320. 321.

42) So laßt das Loensche Hofrecht (Beilage 54) Art. 89 das Gutzwar noch immer »tho Haue veruallen,« aber doch (Art. 54)an den Hofherrn kommen, von dem es allenfalls zu kaufen.