Kapitel IV. h. 93.
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zieht, so ist es der Hofsherrfchaft verfallen. — Im Hose zuDrechen erbt der jüngste Sohn das Gut, und der älteste dasHecrgewette ^). Und sind bei den drei Höfen Rhynern, Dre.chcn und Berge solche Erben nicht vorhanden, »welche das»Gerade oder Heergewette bohren können,« gebührt es demHossherrn ^°). Hecrgewette und Gerade geht vor der Erbthei-lung frei ab — Nach den Pantaleonschcn Hofsrechten erbt,wenn der Verstorbene keinen ehelichen Sohn hinterlaßt, der imHossgcrichte zu findende nächste Agnat bis zum fünften Gradedas Heergewcdde, und wenn kein Agnat zu finden, der Erb-hofgerichtsherr — Nach dem Herbeder Hofsrecht erhalt derHofsherr und der Schultheiß —jeder zur Hälfte— Heerwcddeund Gerade, wenn ein Hobsmann oder eine Hobsfrau stirbtund keine hofhörigen Erben in auf- oder absteigender Linie biszum dritten Grade hinterlaßt; beides besteht aber nur in desVerstorbenen besten Kleidern, in denen er — oder sie — zuEhren gegangen; der Hofsrichter und die Hofsleute fetzen denWerth ^').
Das Recht des Amtshofs Stockum setzt das Verhältnißvon Hcerwedde und Gerade in Gegensatz gegen die Erbtheilun-gen der Vvllschuldigen: »Sterft och over eyn, den en sal men»nicht ervedelen also einen wlschuldigen Man: mer des Erven»ncmet sine GH er ade, is et eyn Wyf; is et eyn Man, sine»Erven nemmt sin Hcrwede und Ervegut, und volghet ome»in dat Ammethorige Gud.« ")— Nach Dorstener Hofsrecht,wie es 144t gewiesen, besteht Heergewcdde — auf das bestePferd und die Kleider des Vaters beschränkt — und Gerade— auf die Kleider der Mutter beschränkt — für den ältestenSohn und die älteste Tochter — Dieterich von Knippenburg
29) Beilage 24, 5,
3V) Daselbst tz. 7.
3!) Daselbst h. 11.
32) Beilage 27.
33) Beilage 36 „ten derben." Beilage 89 „thom fünfften."
34) Beilage 52, tz. 2. Nichts desto weniger gilt hier nach Beilage53. h- 3 das Besthaupt.
35) Beilage 62, Art. 3: »— Oomiui — liabebuilt tlimi<1iet!>1e»l»»wuiuin ol »iiiguUii'nm vunaruin inoviiium — dcopliz
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