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Buch ll. Hofhöligkeit.
3 und !^-Gulden —vielleicht in Folge einer Kours Eihöhung—gesetzt. — Nack dem Locnschen Hvfrechie 'Art. 84 wird dieAbgabe auf 5 Schillinge gesetzt. — In dem andern Falle, wennnämlich die Heiralh mit einem außer der Hofgcmcinde geschieht,war eine Einlassung aus der Hosgemcinde nöthig, wovon obenüberhaupt schon gchanoclt
Die Hcirath-Erlaubnis), und auch die bclrcssendc Abgabe,hieß Bettcmund
Auch die uneheliche Liebe kam hier in Betrachtung. DerArt. 3t des Eikelschcn Hosreehts sagt: »Item mannebe ein»Hoeffsman, die noch unbestadct wcre, eine Hoeffsmagd be-»schlciffe, die noch eine Juffer wcre, ind dat ueßbreche, so fall»der Man vuer Boeß gcven dem Herren, off dem Scholtiß»van der Herren wegen, zweyen Guben Franken rml Gnaden,»der hin einen mag ableggen mit drissig cvlnische Weißpennink.«Der folgende Art. 32 bestimmt, daß die Kinder der von einemHofsknecht io-) beschlossenen freien Magd dem Hof wachszinsigwerden, und der Art. 33, daß die Kinder der von einem freienm,hörigen Knechte beschlossenen Hofsmagd bvshörig werden.
Der Art.-34 des E kölschen Hofsrcchts befaßt sich selbstmit der Bestrafung des Ehebruchs: »Ztcm wannehe ein Höffes-
100 ) Siche überhaupt Aindlinger Hörigkeit S. 115, 116. Merk-würdig ist es, daß »ach den Eikelschcn Hofrcchtcn Art. 27 und28 die Kinder aus solchen Ehen wächszinsig werden mußten.—Das Nähere über alle diese Gegenstände ist im II. Lsseilc zugeben.
1VI) Siehe z. B. Urkunde über den Obcrhof Haversfort (Beiiageäl),wo emnlü „lilliu» villae aufgczählt, und darunter „<1c8pnn-„salionds ^uellurum gnao vulgariier Ilellllvmunl voaantur"aufgcführt werden. Sicke ferner Urkunde über die alten Rcch'eund Pflichten der Untersafsen und Landleute im Lande Dclbruggevon 1415 (in den Beilagen des II. Thcils), tz. 7. „Item wan„man cyncn Echtcschap makct, 1>e sollen dan na Wonthcit des„Landes tcr Dclbrüge cynem Bißcopc edcr sincn Zlmptlüden„gevcn vyff Schillinge vor eyncn Bcddemund, unde sees Ver-„linge vor eynen Büdcl, dair men dat Gelt insteke, dair mede„sal men der Heren Vulbord hebbcn."
102) Ein hoshörigcr Junggcsell, nach damaligem Sprachgebrauchs.