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Theil 1, Bd. 1 (1830)
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345
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Kapitel Hl. tz. 84.

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Die Veräußerung des ganzen Guts scheint hier nichtwenigstens nicht bei Strafe verboten zu sein, Hofgut kannhier nach dem Zusammenhänge sehr füglich Gut, so zum Hofegehört, also Lheile des Hofsguts, bedeuten. Eben so scheintdas Eikclfche Hofsrccht ") auszulegen sein.

Ueber das Rccklinghauscr Hofsrecht berichtet zwar Diederichvon Km'ppcnburg, daß die Hobsleute kein Eichenholz ihresGefallens hauen mögen, damit die Güter nicht verwüstet wer-den *5). Die Hobsleute scheinen diese Bestimmung aber nichtanerkannt oder zu sehr zum Nachtheil der Güter restriktiv in-terpretirt zu haben, da es einer eigenen Churfürstlichen Verord-nung vom 4. Juli 1691 bedurfte, worin der Landesherr »zu»Conscrvirung unserer Äestischer Hobsgüter und aller vorer-»wähntcr Erzstiftischer Waldungen, um selbige vor deren gänz-licher Verwüstung zu retten, vorab auch zu Handhabung»und Exercirung des Uns als Erzbischof und Chur-»fürstcn zu Cöln competirenden landsfürstlichen»Ilogalis« einen eigenen Aufseher für den Holzhandel desLandes bestellte 5«), Im Uebrigcn hat sich aber im VesteRecklinghausen zwar nicht durch gewiesene Hofsrechte, wohlaber durch Anordnungen der Landesherrschaft und des Domka-pitels, die ursprüngliche Sorge des Hofshcrrn und der Hofge-meinde gegen Prodigalitäten in die Nothwcndigkeit einer Con-sensertheilung zu gänzlichen oder theilweisen Veräußerungen u. s. w.umgewandelt Die Hofsvrdnung für Ohr und Chor von

54) Beilage 25. Art. 35.Item voert e» fall noch en mag einScholtiß noch Neimand anders einige Hoeffsguider versplissen,verkeilen off Verkaufs«! buiscn der Herren Will und Miss indOrloff; ind man dair entboven tobe Vorcns Bdtwas bescheidt,off noch beschehe, dat fall alles van Nnwcrde ind Machtloißsein; ind, wer idt dan Sacke, dat idt mit des Herrn Willind Miss geschege, so sall der Herr dar ovcr Breiff ind Sie-gel gevcn, op dat mallich weis, wae hie khcren ind wenden»M.«

55) Beilage 56. H. 11.

56) Siche die Verordnung bei Rive S. 429 431,

57) S. Beilagen 56 bis 61.